Füße im Bett

Man legt sich ins Bett, hat kalte Füße und hofft, dass sie unter der Bettdecke warm werden. Doch das passiert nicht und man kann nicht einschlafen. Warum das so ist, verrät unser Experte.

Beim Schlafen senkt unser Körper bis etwa 3 Uhr nachts die Körperkern-Temperatur um ein Grad ab. Das klingt nicht viel, ist aber für den Organismus ein großer Schritt. Aber, so unser Experte Dipl. Psych. Werner Cassel vom Schlafmedizinischen Zentrum der Uni Marburg, dafür muss sich unser Körper insgesamt warm fühlen.

Allerdings sind kalte Füße für unsere interne Temperaturregelung ein Zeichen, dass uns nicht warm ist. Das hat zur Folge, dass wir die Körpertemperatur nicht weiter absenken, also auch nicht schlafen können. Ebenso steigt der Melatoninspiegel nicht weiter. Der Körper blockiert das Einschlafen.

Decke bringt keine Wärme

Auch wenn wir im Bett liegen, wärmt das unsere Füße nicht. Denn Kopf, Hände und Füße sind die Körperteile, über die wie die meiste Wärme abgeben. Wenn also die Füße kalt sind, weitet die innere Temperaturregelung die Blutgefäße in den Füßen nicht weiter, um den Rest des Körpers vorm Auskühlen zu schützen. Die Füße werden als auch unter der Decke nicht schnell warm und an Schlaf ist nicht zu denken.

In dieser Situation hilft nur Wärme von außen: Socken, Wärmflasche oder Heizdecke. Auch eine Fußmassage kann die Durchblutung anregen.

Häufig Frauen betroffen

Als Ursache dafür gilt, dass sie weniger Muskelmasse und Gewicht als Männer haben. Doch auch wenn bei Männern die Füße kalt sind, reagiert der Körper mit der Schlafblockade.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 07.11.2019, 10:00 Uhr

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