Gemeinsames Basteln im Spielkreis
Gemeinsames Basteln im integrativen Spielkreis Bild © privat

Die ganze Welt spricht über Inklusion. Robert Belz lebt sie einfach – und das schon seit 43 Jahren. Damals gründete er als Konfirmand in der Wiesbadener Markuskirche einen Spielkreis für Menschen mit und ohne Behinderung.

Eine benachbarte Werkstatt für Menschen mit Behinderung hatte sich mehr soziales Miteinander gewünscht. Die Menschen wollten nicht nur arbeiten, sondern auch nach Feierabend Freunde treffen und Spaß haben. Seitdem spielen oder basteln die Teilnehmer jeden zweiten Dienstag.

Wenig Aufwand, viel Spaß

So lautet das Motto des Spielkreises. Beim letzten Treffen vor Ostern verzieren die etwa ein Dutzend Teilnehmer gekochte Eier mit Osterhasen, Blumen und bunte Farben. Auch Detlef müht sich mit den kleinen Klebebildchen für die Eier. Der 65-Jährige ist seit Anfang an beim Spielkreis dabei. Den Gründer Robert Belz nennt er liebevoll einen "lustigen Vogel" und meint damit, dass der immer einen Witz parat hat.

Ein Preis für Mitmenschlichkeit

Robert Belz
Robert Belz Bild © hr4 / Britta Söling

Weil Robert Belz sich seit mehr als vier Jahrzehnten unaufgeregt, ohne großes Aufsehen und mit viel Herzblut für diesen Spielkreis einsetzt, hat die evangelische Kirche Wiesbaden ihn jetzt mit einem Preis für Mitmenschlichkeit ausgezeichnet. Dotiert ist der erstmals verliehene Wilhelm-Kahl-Preis mit 500 Euro. Die hat Belz bereits verplant: Er will mit dem Spielkreis zusammen über Pfingsten in ein Selbstversorgerhaus fahren.

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