Matthäuskirche in Kassel-Niederzwehren
Bild © Jens Naumann / hr

Die Matthäuskirche blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie wurde von 1414 bis 1458 gebaut, ihr Wehrturm wurde im Jahr 1472 fertiggestellt. Die Vorgängerkirche bestand seit mindestens 1235.

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Glocken

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Im Jahr 1789 wurde die Matthäuskirche neu gebaut. 1915 wurde die Kirche grundlegend umgebaut und zu einer Garnisonskirche erweitert. 1956 wurde sie erneut renoviert und schließlich in "Matthäuskirche" umbenannt. Ein Totalumbau einschließlich einer neugestaltung der Gemeinderäume folgte im Jahr 1984. Nach einer weiteren grundlegenden Renovierung im Jahr 2003 wurde auch der Gottesdienstraumes neu gestaltet.

Die Glocken

Die älteste Glocke der Matthäuskirche ist die Betenglocke. Sie wurde 1573 im alten Gießhaus in der Schäfergasse zu Kassel aus Bronze gegossen. Benannt wurde sie nach dem Gießmeister Martin Beten. Tonlage "gis", Gewicht 550 kg.

Als Ersatz für die am 27.04.1942 abgenommenen Glocken kam in 1950 die Gloriaglocke. Diese wurde in 1926 bei Schilling in Apolda im Eisenhartguß gegossen und hing bis 1950 im Nordturm der Martinskirche in Kassel. Hier überstand sie die verheerende Bombennacht vom 22. Oktober 1943. Später wurde festgestellt, dass sich im Quintenbereich der Glocke ein Haarriß befindet. Seitdem wird die Glocke nicht mehr geläutet, sondern nur noch für den Stundenschlag benutzt. Tonlage "cis" Gewicht 2850 kg.

Im Jahr 1951 wurden 2 neue Glocken angeschafft. Diese wurden beim Bochumer Verein in Stahlguß gegossen.

Die Kriegsopfergedächtnisglocke Tonlage "e" wiegt 982 kg und die Gebetsglocke Tonlage "fis" wiegt 661 kg.

Von Wilfried König  

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