Marktkirche in Wiesbaden
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Die evangelische Marktkirche Wiesbaden wurde als "Nassauer Landesdom" nach Plänen des Architekten Carl Boos in den Jahren 1853 bis 1862 in Form einer neogotischen Basilika erbaut.

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Glocken

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Der Außenbau ist nach dem Vorbild der Werderschen Kirche in Berlin-Mitte (Schinkel) gestaltet. Das Bruchsteinmauerwerk ist mit Backstein verkleidet, die Ornamentik der Fassade und im Innern folgt klassizistischen Vorbildern, die Bauplastik besteht aus gebranntem Tonstein.

Der Hauptturm der fünftürmigen Anlage misst 98 Meter und ist das höchste Bauwerk Wiesbadens. In diesem Turm hängen insgesamt 50 Bronzeglocken mit einem Gesamtgewicht von ca. 14.000 kg.

Das Geläut der Marktkirche umfasst die fünf Glocken: h0 - d1 - e1 - fis1 (1962, Gebr. Rincker, Sinn) und a1 (1862, Andreas Hamm, Frankenthal). Die vier Glocken von 1962 tragen Symbole der vier Evangelisten (Mensch - Löwe - Stier - Adler) und je ein Wort aus dem betreffenden Evangelium. Vom ursprünglichen Geläut (1862) erklingt heute nur noch die "Kinderglocke" (a1). Eine weitere Glocke von 1862 ist beschädigt erhalten (gis1). Sie dient als Taufstein-Sockel im Altarraum der Kirche.

Das Carillon der Marktkirche ist das größte Turmglockenspiel in Hessen und wurde 1986 von der niederländischen Glockengießerei Koninklijke Eijsbouts (Asten) erbaut. Es umfasst 49 Bronzeglocken: c1 (=2200 kg) bis d5 (=13 kg). Vier der vorhandenen Läuteglocken (d-e-fis-a) sind in das Glockenspiel integriert. Das Instrument ist von Hand spielbar durch eine mechanische Stockklaviatur im Hauptturm in 65 m Höhe sowie durch eine computergesteuerte Automatik (g2-a4) zu täglich festgesetzten Zeiten.

Von Hans Uwe Hielscher

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