Ober-Ramstadt - Glocke
Bild © Jens Naumann 2018

Die Evangelische Kirche Ober-Ramstadt wurde 1717 nach Plänen von Louis Remy de la Fosse im Stil des Barock erbaut.

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Glocken

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Dieser stand in Diensten des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt und entwarf auch das Darmstädter Schloss.

Das Innere der Kirche wurde bereits im 18. Jahrhundert verändert. Die Kanzel, die sich zunächst an der südlichen Längswand befand, wurde hinter den Altar versetzt. Damit erhielt man eine achsiale Anordnung Taufstein - Altar - Kanzel - Orgel.

Die Ober-Ramstädter Kirche von 1717 wurde auf den Fundamenten älterer Kirchen gebaut. Die ältesten gefundenen Überreste stammen aus spätkaroligisch-ottonischer Zeit ca. 900 n.Chr.. Diese Vorgängerkirche war vermutlich ein einfacher kleiner Saalbau mit einer Ausrichtung nach Osten.

In romanisch-frühgotischer Zeit zwischen 1100 und 1200 n.Chr. wurde die Saalkirche vergrößert und erhielt einen kleinen Chorraum.

Ab ca. 1300 n.Chr. wurde die Kirche gotisch umgestaltet. Der Choraum wurde vergrößert und ein Wehrturm angebaut. Dieser wurde in späteren Jahren wieder abgetragen und auf der Westseite neu gebaut.

Die barocke Kirche von 1717 wurde nochmals nach Osten hin zu einem rechteckigen Grundriss vergrößert. Dazu wurden einige Mauern der alten Kirche wieder verwendet. Der Eingang war zunächst an der südlichen Seitenwand und wurde später nach Westen gegenüber dem Altarraum versetzt.

Die Kirche ist auch außerhalb der Gottesdienste samstags und sonntags geöffnet. Im Sommer von 14:00 - 18:00 Uhr, im Winter von 14:00 - 16:00 Uhr.

Das Geläut

Im Turm der Ober-Ramstädter Kirche läuten heute vier Glocken: e' - g' - a' - h'.

Die Ewigkeitsglocke mit der Inschrift "O Land, Land, höre des Herrn Wort" (1022 kg), die Friedensglocke mit der Inschrift "Der Friede des Herrn sei mit euch" (594 kg), die Gebetsglocke mit der Inschrift "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid" (424 kg) sowie die Totenglocke mit der Inschrft "Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen" (299 kg).

Alle vier Glocken wurden 1948 neu angeschafft, da zwei der drei vorigen Glocken von 1919 im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden waren. Das gleiche Schicksal hatten bereits 1917 deren Vorgängerglocken erfahren.

Eine einzige Glocke hat die Jahrhunderte unbeschadet überstanden. Sie ist eine kleine Marienglocke aus dem 15. Jahrhundert mit der Inschrift "Ave Maria gratia plena dominus tecum" ("Gegrüßet seist du, Maria, voller Gnade, der Herr sei mit dir"). Sie erinnert an Wurzeln der Kirche aus vorreformatorischer Zeit. In dieser Zeit war die damals noch katholische Kirche "Unserer lieben Frau" gewidmet.

Von Astrid Würz

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