St. Walburga-Kirche in Groß-Gerau
Bild © Jens Naumann / hr

Die der heiligen Walburga geweihte Kirche im neugotischem Stil wurde 1901 gebaut. Heute läuten in ihrem Kirchturm vier Glocken, die in der Glockengießerei F. W. Schilling in Heidelberg gegossen wurden.

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Die katholische Gemeinde St. Walburga in Groß - Gerau entstand im Jahre 1890 als kleine Diasporagemeinde, die am 23. September 1897 zu einer selbständigen Gemeinde erhoben wurde. 1901 wurde eine der heiligen Walburga geweihte Kirche in neugotischem Stil gebaut. Seit 1906 befanden sich im Dachreiter des Kirchleins zwei Glocken, die von dem Mainzer Domkapellmeister Weber gestiftet wurden. Die größere von beiden musste im II. Weltkrieg ausgeliefert werden.

Nach dem II. Weltkrieg vergrößerte sich die Gemeinde durch den Zuzug katholischer Heimatvertriebener und in Folge der Bevölkerungszunahme Groß – Geraus beträchtlich. Für die über 4000 Katholiken war die Kirche, die nur 200 Sitzplätze hatte, viel zu klein geworden. Sie wurde 1956 abgerissen. An gleicher Stelle entstand im sachlichen Stil der fünfziger Jahre eine beträchtlich größere Kirche. Diese neue St. Walburga Kirche wurde am 25. August 1957 konsekriert.

Die Glocken

1965 erhielt die Kirche vier Glocken, die in der Glockengießerei F. W. Schilling in Heidelberg gegossen wurden. Ihre Töne wurden auf das sechsstimmige Geläute der evangelischen Stadtkirche abgestimmt. Am Ostersonntag, 18. April 1965, läuteten sie zum ersten Male.

Die größte Glocke mit der Inschrift "Martinus, sei vor Gottes Thron der Mainzer Kirche Schutzpatron" wiegt 3200 kg und ist auf den Ton b’ gestimmt.

Die zweite, 2300 kg schwere Glocke mit der Stimmung c’ ist der Heiligen Maria geweiht. Ihre Inschrift besteht aus den ersten beiden Sätzen des Ave Maria.

Die dritte Glocke mit den Namen Josef und der Stimmung es’ wiegt 1300 kg. Auf ihr steht geschrieben: "St. Josef, hilf in aller Not in unserem Leben und im Tod."

Die kleinste Glocke mit einem Gewicht von 1000 kg ist der Kirchenpatronin Walburga geweiht und auf den Ton f’ gestimmt. "Heilige Walburga, Schutzpatronin unserer Gemeinde, bitte für uns alle", lautet die Inschrift.

Von Silvia Voigt/Pfarrer Norbert Kissel

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