St. Bernhard in Frankfurt

Die Kirche hat im Grundriss eine Länge von 50 m und eine Breite von 25 m. Während sonst katholische Gotteshäuser in der Regel mit ihrer Längsachse von Osten nach Westen ausgerichtet sind, war dies wegen der Beschaffenheit des knappen Grundstücks hier nicht möglich.

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Glocken

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Die Längsachse verläuft von Süden nach Norden. Der Grundriss zeigt die Kreuzform, doch so, dass sie sich dem Zentralbau möglichst nähert. Die Türme weisen eine Höhe von 50 m auf.

In den Jahren 1911/12 erfolgte die Ausmalung des gesamten Innenraumes nach dem Vorbild byzantinischer Kirchen durch den Düsseldorfer Kunstmaler Heinrich Nüttgens. Seine Bilder standen unter dem Rahmenthema "Das Mysterium der Erlösung". Von ihnen sind heute nur noch die acht Wandbilder an den Seitenwänden erhalten und wurden als bleibende Zeugnisse für den Malstil der sog. "Nazarener-Schule" durch den Hessischen Landeskonservator unter Denkmalschutz gestellt.

Aus finanziellen Gründen konnte erst im Jahre 1928 eine Orgel mit 66 Registern durch die Orgelbauer Klais in Bonn eingebaut werden. Dem Wunsch des Konzils, eine "aktive Teilnahme" der Gläubigen zu ermöglichen, und um Mängel aus der mit den dürftigen Mitteln der Nachkriegszeit durchgeführten Innenrenovierung und Notwendigkeiten aus einem erneuerten Verständnis der Liturgie nach den Prinzipien der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils führten 1969 zum Abschluss der Neugestaltung des Innenraumes der Kirche durch die Architekten Walter und Wolfram Nicol aus Frankfurt.

Die Glocken

In der Festschrift von 1907 heißt es: "Abgesehen vom Domgeläute dürfte kein anderes in Frankfurt an Tonfülle und Ton Reinheit, an harmonischer und zugleich majestätisch-festlicher Tonschönheit dem Geläute der St. Bernharduskirche gleichkommen."

  • Die größte Glocke trägt den Namen des hl. Bernhard und die Inschrift: "Lingua sum Sancti Bernardi" (Ich bin die Stimme des hl. Bernhard). Ihr Ton ist das "kleine b", ihr Durchmesser beträgt 1,75 m, ihr Gewicht 3.000 kg.
  • Die zweite Glocke wurde auf den Namen Maria getauft; ihre Inschrift heißt: "Voca Mariam" (Rufe Maria an), ihr Durchmesser ist 1,47 m, ihr Gewicht 1.800 kg. Ihr Ton ist das "eingestrichene des".
  • Die dritte Glocke ist dem hl. Josef geweiht. Ihr Ton ist das "eingestrichene es"; sie hat einen Durchmesser von 1,31m und ein Gewicht von 1.250 kg. Ihre Inschrift lautet: "Ite ad Joseph" (Geht zu Josef).
  • Die vierte Glocke war die Angelus-Glocke, die die Aufschrift trug: "Angelum nuntio" (Ich verkünde den Engel des Herrn). Sie hatte einen Durchmesser von 1,17 m und ein Gewicht von 900 kg, ihr Ton war das "eingestrichene f". Diese Glocke ging in den Wirren des 2. Weltkrieges verloren und soll sich jetzt als Angelus-Glocke im St. Marien-Krankenhaus befinden.
  • Die anderen drei 1942 zu Kriegszwecken eingezogenen Glocken kehrten am 31. August 1947 zurück.
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