Ev. Kirche in Diemelstadt-Rhoden
Bild © Jens Naumann / hr

Bei dem verheerenden Stadtbrand 1735 brannte das Gotteshaus vollständig aus. Die jetzige Rhodener Stadtkirche ist daher im Wesentlichen ein Neubau. Unter dem Baumeister Friedrich Rothweil wurde die Kirche wiederhergestellt.

Das Kirchengebäude

Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1735, bei dem das Gotteshaus vollständig ausbrannte ist die jetzige Rhodener Stadtkirche im Wesentlichen ein Neubau. Unter dem Baumeister Friedrich Rothweil, der den Wiederaufbau der zerstörten Stadt leitete, wurde auch die Kirche wiederhergestellt. Von 1750 bis 1754 erfolgte eine Erneuerung des Kircheninnern und des Dachstuhis, der Turmgalerie und des Turmobergeschosses mit Haube.

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Glocken

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die evangelische Stadtkirche Diemelstadt-Rhoden

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Das Kirchenschiff stellt im Innern einen ungegliederten, weiträumigen Saal mit einer flachbogigen Holztonne dar. Die an drei Seiten umlaufenden Holzemporen sind zweigeschossig, die unteren Seitenemporen etwas länger. Auf dem Turm erhebt sich ein eingeschossiger Turmaufsatz in achteckiger Form mit Spitzbogenfenstern und einem verschieferten Flachkuppeldach.

Der Innenraum

Die Orgel stammt aus der Werkstatt des Orgelbauers Vogt in Korbach und wurde 1852 angefertigt. Die Kanzel befindet sich hinter dem Altar, der eine Umzäunung hat, die auch den Taufstein umschließt. 2002 erfolgte durch den Kirchenkünstier Tobias Kammerer eine moderne Ausgestaltung der Wand im Chorraum, bei der auch drei runde Fenster in die Gestaltung einbezogen wurden.

Die zuvor weiße Wandfläche wurde in drei farbliche Teile gegliedert: rechts und links je ein aufwärtsstrebendes Band in zartem Hellblau, in der Mitte kräftiges Gelb und Rot mit stilisierten Engelsgestalten im oberen Teil.

Die Glocken

Das sehr harmonisch klingende Geläut der Rhodener Kirche besteht aus drei Glocken. Ihre Namen sind "Maria", "Katharina" und "Susanne".

  • "Maria", die kleinste Glocke, hat als einzige den 2. Weltkrieg überstanden. Sie wurde 1924 beschafft und von Junker und E. Jelbrock in Brilon / Westfalen gegossen. Sie trägt die Inschrift Maria - 1924 - "Euch ist bang, Krieg verschlang Glockenklang und Volkeszier. Jetzt rufen wir euch nah und fern zurück zum Herrn, noch hilft er gern. Setzt sein Panier!"
  • Im Jahre 1950 beschaffte die Kirchengemeinde die mittlere Glocke "Katharina" neu, die zugleich den Viertelstunden-Schlag der Kirchturmuhr übernimmt. Auf ihr finden sich folgende Inschriften: "0 Land, Land, höre des Herrn Wort!" (Jer. 22,29).
  • Anstelle der im großen Brand von Rhoden 1735 geretteten, im 2. Weltkrieg geopferten Glocke im Jahre 1950 neu gegossen durch die Glockengießerei Albert Junker in Brilon. "Tu Buss und es zu Herzen nimm, mein Stimm bedeutet Gottes Stimm!"
  • Seit 1958 vervollständigt "Susanne", die Größte der drei Glocken, das Geläut der Rhodener Kirche. Sie trägt die Aufschriften: "Anstelle der im 2. Weltkrieg geopferten Glocke im Jahre 1958 neu gegossen von Gebr. Rincker / Sinn. Den Gefallenen und Vermissten zum Gedächtnis, den Heimgekehrten und Lebenden zur Mahnung.- Habt Frieden untereinander (Mk. 9, 50) - Christus ist unser Friede! (Eph.2, 14)". Die Glocke übernimmt für die Kirchturmuhr den Stundenschlag.


Die Glocken sind auf die Töne e‘ - fis‘ - a‘ gestimmt

Text : E. Brüne

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