Laubfrosch

Wenn es draußen warm wird, werden sie auch wieder lebendig: Amphibien. Doch viele kennt man nicht. Deshalb hier eine kleine Auswahl an heimischen Exemplaren wie Feuersalamander, Erdkröte oder Laubfrosch.

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10 heimische Amphibien

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Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Feuersalamander

Merkmale:

  • gelb-orangenes Flecken- oder Streifenmuster auf schwarz glänzender Haut
  • zwischen 14 und 20 Zentimetern lang

Lebensraum:

  • Laubmischwälder in Mittelgebirgen
  • in Quellbächen und -tümpeln und quellnahen Kleingewässern

Fortpflanzung:

  • Paarungszeit von März bis September
  • Balz und Paarung an Land
  • Weibchen legen voll entwickelte Laven

Gefährdung:

  • durch Ausbau und Begradigung von Bächen
  • durch Verschmutzung des Fortpflanzungsgewässers

Teichmolch (Lissotriton vulgaris)

Teichmolch

Merkmale:

  • bräunliche Färbung mit dunklen Flecken auf der Bauchseite
  • bis zu 11 cm lang

Lebensraum:

  • stehende Gewässer und langsam fließendende Gräben

Fortpflanzung:

  • Paarungszeit von März bis Mai
  • Weibchen legen etwa 100 bis 300 Eier, die sie an Wasserpflanzen oder Falllaub geheften

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften
  • während Wanderungen durch den Straßenverkehr

Kammmolch (Triturus cristatus)

Kammmolch

Merkmale:

  • größter heimischer Molch, Länge bis 18 Zentimeter
  • hoher gezackter Rückenkamm gab dem Tier den Namen
  • an den Schwanzseiten mit perlmutt-silbrigem Band

Lebensraum:

  • Teiche und Weiher mit verkrauteter Unterwasserflora

Fortpflanzung:

  • bis zu 100 Eier werden einzeln von dem Weibchen in Blätter von Wasserpflanzen gewickelt

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften

Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Gelbbauchunke

Merkmale:

  • warzige, graubraune Färbung der Oberseite, grau- bis schwarzblaue Färbung der Unterseite mit gelbem Fleckenmuster
  • zwischen 3,5 und 5 cm groß

Lebensraum:

  • Steinbrüche, Kiesgruben, kleine Wassergräben, Pfützen

Fortpflanzung:

  • ab April beginnt die Paarungszeit
  • Weibchen legen etwa 2 bis 30 Eier

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften

Kreuzkröte (Bufo calamita)

Merkmale:

  • warzige Haut auf hellem Grund, grünlich-braun marmoriert
  • zwischen 4 und 8 Zentimetern groß

Lebensraum:

  • trockenwarme Gebiete
  • vegetationsarme Flächen mit Versteckmöglichkeiten
  • vegetationsfreie Gewässer

Fortpflanzung:

  • Paarungszeit von April bis Mai
  • geben in der Paarungszeit laute Rufchöre ab
  • legen Laichschnüre mit etwa 2.800 bis 4.000 Eiern

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften

Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans)

Männliche Geburtshelferkröte mit Eiern

Merkmale:

  • gelblich- bis bräunlichgraue Färbung mit dunklen Flecken
  • bis zum 5,5 cm groß

Lebensraum:

  • wärmebegünstigt mit Versteckmöglichkeiten
  • halbschattige Gewässer
  • sucht auch gerne Steinbrüche, Tongruben, Gärten oder Friedhöfe auf

Fortpflanzung:

  • Paarungszeit von März bis August
  • Männchen tragen die Laichschnur bis zum Ende der Embryonalperiode um die Hinterbeine gewickelt und setzen später die Larven in Gewässer ab

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften

Erdkröte (Bufo bufo)

Erdkröten-Weibchen trägt ein Männchen auf dem Rücken

Merkmale:

  • in Europa am häufigsten vorkommende Kröten-Art
  • bräunlicher Rücken mit vielen Warzen
  • bis zu 11 Zentimeter groß

Lebensraum:

  • anspruchslos, an vielen Gewässern anzutreffen

Fortpflanzung:

  • ab März beginnt die Wanderschaft zu den Laichgewässern
  • häufig trägt das größere Weibchen das kleinere Männchen auf dem Rücken dorthin

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften
  • durch den Straßenverkehr auf der Wanderung zum Laichen

Laubfrosch (Hyla arborea)

Quakender Laubfrosch

Merkmale:

  • grüne Färbung auf der Oberseite, weiße Färbung auf der Unterseite
  • zwischen 3 und 5 cm groß
  • Kletterkünstler mit Haftscheiben am den Enden der Finger und Zehen, um sich an Gebüschen und Bäumen festzuhalten

Lebensraum:

  • Auwälder, feuchte Wiesen, Waldsäume

Fortpflanzung:

  • Paarungszeit von April bis Mai
  • legen Laichballen mit etwa 50 bis 100 Eiern in flachen Gewässern

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften
  • Rückgang von Rückzugsmöglichkeiten in Hecken und Gehölzbeständen

Springfrosch (Rana dalmatina)

Springfrosch auf einer Blüte

Merkmale:

  • hellbraune, rotbraune oder hell-graubraune Färbung
  • maximal 8 cm groß

Lebensraum:

  • gewässerreiche Laubmischwälder, Gebüsche

Fortpflanzung:

  • Weibchen legen Laichballen mit etwa 450 bis 1.800 Eiern

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften

Moorfrosch (Rana arvalis)

Männlicher Moorfrosch in blauer Färbung

Merkmale:

  • hell- bis dunkelbraune Färbung
  • maximal 7 cm groß

Lebensraum:

  • Niedermoore, sumpfiges Grünland, Bruchwälder

Fortpflanzung:

  • intensive Blaufärbung der Männchen während der Paarungszeit
  • Weibchen legen Laichballen mit etwa 500 bis 3.000 Eiern in flachen Gewässern

Gefährdung:

  • durch Zerstörung von Gewässern durch Müll, Dünger und Umweltgiften

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 09.04.2019, 06:00 Uhr