Eine 250 Jahre alte Linde wurde in Bebra zerstört.

Das Unwetter am Montag hat ein Wahrzeichen in Bebra-Weiterode zerstört: die 250 Jahre alte Dorflinde hat den Sturm nicht überstanden und ist umgegkippt. Die Gemeinde trauert - und will schnell einen neuen Baum pflanzen.

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Bebra-Weiterode: 250 Jahre alte Linde bei Sturm umgeknickt

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Seit 250 Jahren steht eine prächtige Linde in Bebra-Weiterode (Hersfeld-Rotenburg). Das heißt, eigentlich müsste man sagen "stand". Denn der Sturm gestern Abend war für die Linde zu viel: Sie ist umgestürzt und zerstört. Ortsvorsteher Andreas Nölke ist vor allem froh, dass niemand verletzt wurde. Dennoch sei der Sturmschaden an dem alten Baum ein herber Verlust für den Bebraer Ortsteil. "Das tut der ganzen Gemeinde sehr, sehr weh", sagte Nölke bereits am Morgen.

Linde war eine Institution im Ort

Bis zum Mittag haben sich fleißige Helferinnen und Helfer vom Bauhof, einem ortsansässigen Forstebetrieb und dem Kulturverein ein Bild von der Lage gemacht und aufgeräumt. David Gollmer vom Männergesangverein ist froh, dass nicht mehr passiert ist. Auch wenn die alte Dorflinde gerade an diesem Standort zum kulturellen Leben in Weiterode nicht wegzudenken sei. "Ein Wahrzeichen" sei sie gewesen, sagt er, eine Institution an "Ellis Saal", einem beliebten Treffpunkt im Ort.

Der alte Baum ist verloren, ein neuer soll gepflanzt werden. Bis der die Ausmaße der 250 Jahre alten Linde annehmen wird, werden Jahrzehnte ins Land gehen. Aber dank dem Engagement der Helferinnen und Helfer kann der Alltag in Weiterode schon heute weitergehen - auch ohne Linde.

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