Siegfried Rauch als Traumschiff-Kapitän
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“Das "Traumschiff" hat Siegfried Rauch einem Millionenpublikum bekannt gemacht. Auch im hohen Alter stand der Bayer noch vor der Kamera oder auf der Bühne. Nun ist er im Alter von 85 Jahren an seinem Wohnort südlich von München gestorben.

Die Rolle des "Traumschiff"-Kapitäns Jakob Paulsen hat das Leben des Bayern besonders geprägt und wohl auch am besten zu ihm gepasst. Kapitän Paulsen hatte eigentlich nie schlechte Laune, unfreundlich war er auch nie, hilfsbereit und herzlich dagegen immer. Die Uniform adrett und blendend weiß, dazu dieses vertrauenswürdige Lächeln -diesen Blick hat Rauch nie verlernt. "Ein Kapitän muss etwas Väterliches haben", hat Rauch einmal gesagt - und mit seiner Ruhe und Gelassenheit das auch ausgestrahlt.

Durchbruch 1971

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Anfang der 1970er Jahre gelang ihm der schauspielerische Durchbruch: 1971 spielte er im Klassiker "Le Mans" an der Seite seines guten Freundes Steve McQueen einen Rennfahrer und überzeugte dabei ohne viele Worte. Der Sprung nach Hollywood wäre möglich gewesen, doch die bayerische Heimat war Rauch wichtiger als das große Geld in Amerika.

Vom Spion zum Kapitän

Statt auf den Kinoleinwänden war Rauch immer öfter im Fernsehen zu sehen. So jagte er etwa in der Familienserie "Es muss nicht immer Kaviar sein" ab 1977 als Spion Thomas Lieven über den Fernsehschirm - und zeigte dabei seine charmante Seite. Ab 1999 war Rauch dann für 14 Jahre das Gesicht des "Traumschiffs".

Bis ins hohe Alter stand er noch als Dr. Roman Melchinger in "Der Bergdoktor" vor der Kamera, 2015 veröffentlichte er ein Album mit Liebesliedern und gab noch einige kleine Konzerte. Von seinen Zuschauern wurde er für seine sanfte und bodenständige Art mit großer Beliebtheit belohnt. Ihm selbst war das eher suspekt. "Meine zwei Söhne sagen dazu immer: "Weil du so bist, wie du bist", sagte Rauch vor seinem 85. Geburtstag - und blieb wie so oft pragmatisch: "Wieso soll ich denn auch anders sein?"

Pragmatisch war Rauch auch, wenn es um das Leben und den Tod ging. Das Schicksal habe alles in der Hand, da sei er sich sicher. Und auch, dass es da "irgendetwas zwischen Himmel und Erde" gebe, "was wir nicht so ganz begreifen können", war für ihn ausgemacht. Nun ist Rauch im Alter von 85 Jahren nach Angaben der Polizei bei einem Treppensturz in seinem Wohnort Untersöchering südlich von München gestorben. (dpa)

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 12.03.2018, 06:00 Uhr

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