Gelassenheit

Unpünktlichkeit, Unfreundlichkeit oder Unordentlichkeit - es gibt immer Gründe , sich zu ärgern, oder? Der Psychologe Robert Betz hat Tipps, wie Sie mit diesem Ärger umgehen können und wie Sie positiver durchs Leben gehen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Ich muss erkennen, warum ich mich aufrege" - Robert Betz im Interview

Eine Frau sitzt in Pellworm auf einer Bank auf dem Deich
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Ärger gefährdet Gelassenheit

Gelassenheit geht mit Entspannung einher, hat aber nichts mit Yoga oder Sport zu tun. Gelassenheit geht von uns aus, ist reine Kopfsache. Oft wird sie durch Ärger gefährdet. Dieser Ärger wird von anderen Menschen ausgelöst, meistens von Kollegen oder der Familie. Da wir diese Menschen am häufigsten sehen, stellen sie das größte Ärger-Potential dar.

Wenn Unordnung wütend macht

Zunächst ist es wichtig, zu erkennen, warum wir uns ärgern. Der Ärger über andere kommt in erster Linie durch den Ärger über sich selbst. Ist eine Person beispielsweise immer sehr ordentlich, regt sie sich leicht über unordentliche Mitmenschen auf.

Ordentliche Menschen haben gelernt, immer ordentlich und ein Stück weit perfekt zu sein. Dies ist allerdings nur äußerlich so - innerlich herrscht Unordnung. Das kann die Gedanken, Gefühle oder Beziehungen einer Person betreffen. Die Unordnung anderer führt also nur vor Augen, dass es in einem selbst nicht so aussieht, wie wir es gerne hätten.

Der Moment akuten Ärgerns

In dem Moment, in dem das Gefühl hochkommt, können wir nur wenig tun. Tief durchatmen und die Situation kurz überdenken ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Dann sollte man sich vor Augen halten, dass der Ärger der eigene Ärger ist und nicht der der anderen Person.

Das unperfekte Selbst lieben lernen

Ärger ist ein Zeichen für die Unzufriedenheit mit sich selbst. Vor allem, wenn eine bestimmte Situation immer wieder Ärgernis in uns hervorruft, ist es gut, sich selbst zu reflektieren. Wir müssen uns zugestehen, auch mal nicht perfekt zu sein – erst dadurch können wir uns selbst annehmen und lieben.

Menschen, die immer ordentlich sind, sollen sich hin und wieder Unordnung erlauben. Mit der Erkenntnis, dass wir nicht perfekt sind, werden wir gelassener. Unser Umfeld hilft uns dabei, indem es uns das immer wieder vor Augen hält.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 09.01.2019, 06:00 Uhr

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