Schokoladenkuchen
Dieses Bild ist ein sehr gelungenes Beispiel für eine gute Fotografie. Der Schokokuchen ist auf einem hellen Teller, im Hintergrund sieht man den Rest des Kuchens und es ist stimmig dekoriert. Bild © Colourbox.de

In Kochbüchern und Zeitschriften sehen die Gerichte immer köstlich aus. Doch oft sind unsere Bilder vom Essen alles andere als appetitlich. Wir haben Tipps für Sie, wie Sie Ihr Essen gut ablichten können.

Der Blick in die Kunst zeigt, dass es schon früher üblich war, sein Essen festzuhalten. Heute geht das allerdings deutlich einfacher und mit geringerem Aufwand. Wer eine Kamera hat, diese gut bedienen kann und zudem ein begeisterter Koch ist, hat schon halb gewonnen. Wenn Sie die folgenden Punkte beachten, werden Ihre Fotos sehr ästhetisch.

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Übersicht

  1. Beleuchtung
  2. Dekoration
  3. Essen anrichten
  4. Winkel und Ausschnitt
  5. Bildbearbeitung
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1. Beleuchtung

Das richtige Licht kann schon viel ausmachen. Am besten fotografieren Sie am Tag, denn dann ist das Licht am schönsten. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht und harte Schatten. In der Nähe eines großen Fensters ist das Licht besonders schön. Wenn es draußen bewölkt ist, wird das Licht dadurch weich. Aber auch mit Kunstlicht können Sie tolle Fotos schießen. Eine Schreibtischlampe lässt sich beispielsweise mit Backpapier abdunkeln, wodurch das Licht sanfter wird. Mit einer Tageslichtlampe erzielen Sie wunderbare Ergebnisse.

Kuchen
Das Fenster im Hintergrund liefert ein angenehmes Licht. Durch den Vorhang ist es etwas gedämpft. Bild © Colourbox.de

2. Dekoration

Passen Sie die Umgebung auf dem Foto Ihrem Essen an. Gibt es belegtes Brot, bieten sich ein Holzbrett und ein rustikalerer Hintergrund an. Für die heiße Schokolade mit Marshmallows wählen Sie eine hübsche Tasse und winterliche Dekoration. Geschirr und Untergrund sollten zusammen passen. Fotografieren Sie einen Eintopf, passen die Zutaten in roher Form gut in den Hintergrund. Auch Blumen können, je nach Jahreszeit, sehr stimmungsvoll wirken. Achten Sie darauf, dass der Hintergrund nicht zu voll wirkt – das Essen ist der Star.

Brot mit Aufstrich
Das Brot wurde mit einem Kräuterquark bestrichen. Im Hintergrund ist der Behälter zu sehen. Die Kräuter dienen zum einen als Garnitur, zum anderen schmeckt es durch sie nochmal besser. Bild © Colourbox.de

3. Essen anrichten

Helle Speisen eher auf dunklen Tellern und dunkle Speisen eher auf hellen Tellern drapieren. So erzielen Sie einen Kontrast und das Bild wirkt direkt interessanter. Bei den Portionen gilt: weniger ist mehr. Anstatt den Teller zu überladen, gehen Sie sparsam mit den einzelnen Komponenten um. Ein großes Stück Fleisch können Sie beispielsweise durchschneiden und die Hälften übereinander legen. Damit es besonders saftig aussieht, bestreichen Sie das Fleisch kurz vor dem Foto mit etwas Pflanzenöl. Arbeiten Sie mit Kontrasten. Ein grüner Salat erhält Pepp durch rote Zwiebeln oder Tomaten.

Couscoussalat
Die Granatapfelkerne und die grob gehackte Petersilie verleihen dem Couscoussalat optisch das gewisse Etwas. Bild © Colourbox.de

4. Winkel und Ausschnitt

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Der Goldene Schnitt

Das Hauptmotiv sollt nie in der Mitte des Bildes liegen. Stattdessen wird die Fläche in ungefähr 1/3 und 2/3 aufgeteilt. In einem dieser Bereiche sollte Ihr Motiv liegen - das ist dann im Goldenen Schnitt.

Ende der weiteren Informationen

Hier müssen Sie ausprobieren, was schöner aussieht. Speisen, die viele Schichten haben wie Lasagne oder eine Torte, sehen von der Seite fotografiert dimensionaler aus. Eine Pizza hingegen wirkt aus der Vogelperspektive besser. Flaschen, Gläser und Flüssigkeiten sollten immer grade auf einem Bild sein, sonst sieht das Ergebnis unruhig aus. Orientieren Sie sich außerdem am Goldenen Schnitt – so ist das Foto ausgewogen. Den Hintergrund unscharf halten, damit das Bild nicht überladen wirkt. Sie können Ihr Essen auch ganz nah vor die Linse holen – trauen Sie sich, mal etwas Anderes zu versuchen.

Kakao
Abgesehen davon, dass die Tasse gerade steht, befindet sie sich im größeren Bereich des Goldenen Schnitts. Das Foto wirkt dadurch ausgewogen. Bild © Colourbox.de

5. Bildbearbeitung

Wer mag, kann seine Fotos im Nachhinein bearbeiten. Farbsättigung, Temperatur und Kontrast können verändert werden. 

Kaffee
Mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms wurde die Farbintensität zurückgenommen. Dadurch wirkt das Foto blasser, aber auch gemütlicher. Bild © Colourbox.de

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 18.01.2018, 10:05 Uhr

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