Wasserpflanze im Glas
Bei der Wahl des Gefäßes können Sie aussuchen, was Sie möchten. Es sollte jedoch mindestens 1,5 Liter fassen. Bild © Colourbox.de

Wer keinen Teich hat und kein Aquarium mit Fischen möchte, kann sich trotzdem hübsche Wasserpflanzen ins Zuhause holen. Ein schönes Gefäß ist das wichtigste. Wir haben Tipps, wie sich die Pflanzen wohlfühlen.

Welche Pflanzen eignen sich?

Nicht jede Wasserpflanze eignet sich zur Haltung im Glas. Am besten sind relativ anspruchslose Pflanzen, zum Beispiel Nixkraut, Wendtscher Wasserkelch oder Hornkraut. Generell sollten Sie Pflanzen bevorzugen, die nicht so schnell wachsen. Gute, fachliche Beratung erhalten Sie bei einem Aquarianer. Dort bekommen Sie in der Regel auch robustere Setzlinge.

Wenn Ihre Wohnung sehr hell ist, erleichtert das die Pflanzenwahl. Für dunklere Wohnungen eignet sich beispielsweise der Moosball. Er überlebt sogar längere Zeit ohne Licht. Manche Läden bieten "Water plants" an. Allerdings gibt es Sorten, die in regelmäßigen Abständen ein- und ausgepflanzt werden müssen. Nach einer Woche in Blumenerde haben die Pflanzen ausreichend Nährstoffe getankt, um wieder im Glas überleben zu können. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihre Pflanze eine richtige Wasserpflanze ist.

Kann ich jedes beliebige Glas nehmen?

Für sehr langsam wachsende Pflanzen können Sie Einmachgläser verwenden. Ob mit oder ohne Deckel ist Ihre Entscheidung. Schnell wachsende Pflanzen sollten auf jeden Fall in einem offenen Gefäß stehen. Dadurch können sie sich ohne Probleme nach oben ausbreiten. Als grober Richtwert sollte Ihr Glas mindestens 1,5 Liter Volumen haben. Größer ist immer eine bessere Wahl.

Was muss ich bei der Pflege beachten?

Alle sechs bis zwölf Monate sollten Sie ein Drittel des Wassers erneuern. Wasser, das verdunstet ist, füllen Sie regelmäßig einfach auf. Halten Sie Ihre Pflanzen in einem offenen Gefäß, empfiehlt es sich, selbiges einmal die Woche zu reinigen. So stellen Sie sicher, dass sich nicht zu viele Bakterien im Wasser bilden. Saugen Sie entstandenen Mulm ab.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wasserpflanzen richtig pflegen

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Wie vermeide ich Algen?

Algen sind schlecht für Wasserpflanzen jeglicher Art. Sie stehlen ihnen Nährstoffe und Licht. Um das zu vermeiden, sollte das Gefäß nicht im direkten Sonnenlicht stehen. Außerdem sollte die Raumtemperatur konstant sein. Zu warmes Wasser begünstigt das Wachstum von Algen.

Weitere Helfer gegen Algen sind bestimmte Tiere. Die Blasenschnecke frisst Algen auf und hält das Wasser so schön sauber. Doch sie sollte maximal zwei Wochen in dem kleinen Behälter sein. Ein Aquarium ab 10 Litern Volumen macht sie deutlich glücklicher und bietet ihr mehr Bewegungsfreiheit. Bei Tubifex handelt es sich um Würmer, die den Boden auflockern. Sie reinigen ganz nebenbei das Wasser. Mit der Zeit geht die Population von selbst zurück.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 05.08.2019, 06:00 Uhr

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