Igel mit Apfel
Igel mögen einen Laubhaufen im Garten als Winterquartier. Bild © Colourbox.de

Wenn es draußen kalt wird, sollten wir auch an die wilden Tiere und Vögel denken, die um uns rum leben. Es hilft vielen, wenn wir sie mit Futter versorgen, allerdings sollte man dabei einiges beachten.

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Alle Hinweise von Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtier Stiftung

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1. Schrecken Sie die Tiere nicht auf!

Ein Beispiel: Gehen Sie im Wald spazieren und haben einen Hund dabei, der nicht angeleint ist, stört dieser erheblich die Rehe und das Rotwild. Die Tiere geraten in Stress und flüchten vor Ihnen. Die Flucht raubt ihnen wertvolle Energie, die sie sich nicht so schnell einfach wieder anfuttern können. Verhalten Sie sich im Wald immer so, dass Wildtiere nicht gestört werden.  

2. Füttern Sie nicht irgendwas!

Enten gehören nicht mit Brötchen gefüttert! Und schon gar nicht Fast Food aus der Tüte, etwa in Form von Weißbrot oder Burger-Brötchen. Enten und Schwäne können davon krank werden. Nicht umsonst gibt es den Spruch: Entenbrot gleich Ententod! Machen Sie sich vorher schlau, was Wildtieren gut tut. Gewürztes ist für ALLE Wildtiere absolut tabu.  

3. Keine Küchenabfälle für Vögel!

Für Rotkehlchen, Blaumeise und Co. gilt: Das Beste ist für sie gerade gut genug. Füttern Sie beispielsweise nur Körner, die auch Sie selbst in Ihr Morgen-Müsli streuen würden.

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Vögel artgerecht füttern

Hier finden Sie auch die Bastelanleitung für eine Futterglocke.  

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Tipps, welche Körner für welchen Vogel geeignet sind, finden Sie auch auf den Internetseiten des NABU und der Deutschen Wildtier Stiftung.

4. Halten Sie Futterstellen immer sauber!

Wenn man das nicht macht, können sich Keime, Pilze und Bakterien leicht ausbreiten und den Tieren schaden. Vogelhäuschen, vor allem solche, wo die Tiere sich im Futter bewegen können, regelmäßig mit heißem Wasser auswischen. Außerdem locken vergammelte Futterreste Ratten und Mäuse, je nach Region und Wohngegend eventuell sogar Wildschweine oder Waschbären an.  

5. Tiere, die den Winter verschlafen, brauchen kein Futter!

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Video

zum hr-fernsehen.de Video Kleiner Garten-Tipp - Eine Igelburg selber bauen

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Wer schläft, der hungert nicht, wie beispielsweise der Igel. Er schlummert zusammengerollt in einem Laubhaufen in Ihrem Garten. Rücken Sie da mit dem Laubbläser an, nehmen Sie dem Igel zum einen seine sichere Behausung und gleichzeitig die Nahrungsquelle fürs kommende Frühjahr. Denn in Laub und Totholz verstecken sich viele nahrhafte Insekten - eine Leibspeise für die Igel.  

Tipp: Vögel füttern - so klappt's garantiert

  • Kleingeschnittene Äpfel, Rosinen und Weintrauben gehen bei Amseln, Rotkehlchen, Drosseln, Meisen und Eichhörnchen immer.
  • Gehackte Hasel- und Walnüsse, mit Sonnenblumenkernen gemischt, sind Fitnesshappen für Körnerfresser wie Finken, Spatzen oder Zeisige.
  • Vergessen Sie für die Singvögel das Trinkwasser nicht! Füllen Sie eine frostharte Schale mit frischem Wasser und legen Sie in die Mitte einen kleinen Stein, auf dem die Vögel sicher "landen" können.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 11.10.2018, 10:45 Uhr

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