Frau erleidet Panikattacke

Sängerin Ina Müller hat gestanden, unter Panikattacken gelitten zu haben. Damit ist sie nicht alleine: 20 Prozent der Bevölkerung sind davon einmal betroffen. Es gibt Warnzeichen und Therapiemöglichkeiten.

Gregor Glowienka von der Vitos Klinik in Kassel kennt sich mit der Behandlung solcher Panikattacken aus. Sie treten plötzlich auf und sind zeitlich begrenzt. Typische Symptome sind Herzrasen, starke Atmung bis zum Hyperventilieren, Brustschmerzen und sogar die Angst zu sterben.

Für den Betroffenen tritt die Attacke sehr spontan auf. In der Therapie begibt man sich auf Ursachensuche und findet dann meist konkrete Gründe für die Panik. Es spielen beispielsweise erbliche Faktoren eine Rolle. Wer in der näheren Familie jemanden hat, der unter solchen Panikattacken leidet, hat ein höheres Risiko. Außerdem beeinflussen psychosoziale Faktoren wie Stress, hoher Kaffee-, Tabak- oder Alkoholkonsum solche Zustände negativ.

Bei Panikattacken signalisiert der Körper Gefahr, im Prinzip eine gute Einrichtung, aber in diesem Fall eine Fehlinterpretation.

Betroffene merken Anflug einer Attacke

Wenn das Herz einfach so schneller schlägt, die Atemfrequenz sich erhöht, dann wissen Betroffene, dass wieder eine Panikattacke naht. Sie können dann gezielte Gegenmaßnahmen einleiten. Vor allem über das Atmen kann man die Lage beruhigen: Langsam und länger Einatmen als gewöhnlich, den Atem anhalten und wieder langsam und ruhig Ausatmen.

Für viele Betroffene ist auch die Aufklärung über die Krankheit schon ein Fortschritt. Das Wissen, dass sie nicht alleine mit so einem Problem sind, hilft und wirkt sich positiv aus. Auch das Konzentrieren auf etwas anderes hilft bei der Unterdrückung einer Panikattack. Und insgesamt sollte man versuchen, stressige Situationen zu vermeiden.

Wer betroffen ist, sollte sich möglichst frühzeitig Hilfe suchen.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 16.08.2019, 10:00 Uhr

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