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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Prof. Dr. Ulrich Wagner: "Lage rational vor Augen halten"

Am Ziegengehege im Opel-Zoo in Kronberg ist ein Hinweis angebracht, Abstand zu halten.

Die ersten Lockerungen der Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus. Doch vielen geht es nicht schnell genug. Die Akzeptanz bröckelt. Wie geht man damit um? Unser Experte hat einen Rat.

Für unseren Experten, Prof. Dr. Ulrich Wagner, Angstforscher an der Universität Marburg, steht das Rationale im Vordergrund. Man sollte sich die Lage rational vor Augen halten. Das Ansteckungsrisiko ist gering, wenn man sich an die Regeln hält. Wenn man sich danach richtet und sich selbst kontrolliert, dass man die Regeln befolgt, dann kann man die Emotionen in den Griff bekommen und die Lage akzeptieren. Das erleichtert den Umgang damit und nimmt Ängste.

Überwog am Anfang der Pandemie die Angst, selbst krank zu werden, ist das inzwischen bei vielen gewichen. Die Schutzmaßnahmen wurden auch als notwendig akzeptiert. Inzwischen überwiegt aber das Gefühl, durch die Maßnahmen, beispielsweise die Kontaktbeschränkungen, viel zu verlieren. Das erzeugt ein Gefühl der Ungeduld. Man will zurück in den gewohnten Alltag.

Rationalität vor Emotionalität

Die Angst geht auch zurück, wenn man merkt, dass einem selbst die ganze Zeit über nichts passiert. Laut Prof. Wagner ist das ein normaler menschlicher Reflex. Man lernt, mit Bedrohungen umzugehen und zu leben. Das gibt auch ein gewisses Gefühl der Sicherheit.

Da der Mensch ein soziales Wesen ist, ist es vollkommend normal, dass man wieder mit anderen in Kontakt kommen will. Doch dabei darf man aber, wie schon angesprochen, das Rationale nicht ausschließen. Wenn man sich darauf einlässt, beispielsweise Maske trägt und Abstände einhält, dann funktioniert der Umgang mit der Krise ziemlich gut.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 05.05.2020, 10:00 Uhr

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