Verschiedene Brotsorten
Damit das Brot lange frisch bleibt, lagert man es am besten in einem Tontopf. Bild © Pixabay

Ein gutes, knuspriges Brot ist ein echter Genuss. Wie lange es schmeckt und sich frisch hält, das kommt nicht nur auf das verwendete Mehl an, sondern vor allem auch darauf, wie und worin man es aufbewahrt.

Tüte oder Brotkasten: Was ist besser? Bäckermeister Udo Becker erklärt, welche Bedingungen Brot überhaupt braucht, um frisch zu bleiben: "Je länger das Wasser Zeit hat, sich einzulagern, beim Teigmachen und bei der Teigruhe, desto länger dauert es auch nachher, bis die Stärke das Wasser wieder frei gibt. Besonders lange bleibt das Brot frisch, wenn es warm gelagert wird und trotzdem feucht, dass die Feuchtigkeit nicht entweicht."

Tontopf ist ideal

Für die Aufbewahrung eignen sich am besten Brotkästen aus Blech mit Luftlöchern oder der gute alte Tontopf: "Am besten ist ein nicht glasierter Tontopf, denn ein Tontopf nimmt das Wasser auf und gibt es auch wieder ab. Von Holzkisten rate ich komplett ab, weil sich da der Schimmelpilz leicht fest setzt."

Da die Poren offen sind, kann man Holz auch schlecht reinigen. Tontöpfe oder Blechkästen sollte man alle zehn bis 14 Tage mit Essig ausreiben, um mögliche Schimmelpilze zu zerstören.

Die schlechteste Aufbewahrungsmethode sind Plastiktüten. Denn da setzt sich der Schimmelpilz besonders gerne fest, da das Brot keinen Luftaustausch hat. Auch in der Papiertüte vom Einkauf sollte man das Brot nicht lassen, denn so eingepackt wird es schnell trocken, da die Feuchtigkeit entweicht.

Auch Teig entscheidend für Haltbarkeit

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Hinweis

Roggenmehl speichert Wasser besser als Weizenmehl. Deshalb wird Weißbrot auch schneller trocken.

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Damit das Brot aber gar nicht erst schimmelt, kommt es auch auf den Teig und die Herstellung an. So hat zum Beispiel Sauerteig aufgrund des hohen Säureanteils ein eingebautes natürliches Frischhaltemittel, wie Bäcker Becker erklärt: "Der Sauerteig wird am Tag vorher gemacht und somit das Wasser einen ganzen Tag lang eingelagert. Dadurch gibt das fertige Brot dann das Wasser auch wesentlich langsamer ab."

Brot einfrieren

Wer wenig Brot am Tag verzehrt, kann einen Laib auch in Scheiben geschnitten portionsweise einfrieren. Allerdings sollte man es nicht so lange in der Tiefkühltruhe lagern wie Fleisch oder Suppen, denn "das Brot altert dann doch und krümelt mehr, je länger es eingefroren ist", sagt Udo Becker. Zwei bis drei Monate kann es aber durchaus in der Kühltruhe aufbewahrt werden.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 19.02.2018, 06:05 Uhr

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