Niesen
Das Papiertaschentuch ist die sauberste Lösung beim Niesen. Bild © picture-alliance/dpa

Wer erkältet ist, der bleibt am besten zu Hause. Wer aber doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, der sollte korrekt niesen! Denn mit der richtigen Technik werden die Bazillen nicht überall versprüht.

Perfekt für Nieser: das gute, alte Papiertaschentuch

Am Effektivsten in den Tests war das gute, alte Papiertaschentuch. Also: Beim Niesen das Taschentuch einfach vor Mund und Nase halten. Wer keins zur Hand hat, sollte sich auf jeden Fall von anderen Menschen abwenden – das Robert-Koch-Institut empfiehlt einen Abstand von acht Metern.

Niesen unterdrücken: Keine gute Idee bei bis zu 160 km/h

HNO-Arzt raten davon ab, das Niesen zu unterdrücken. Denn beim Niesen baut sich im Körper ein enormer Druck auf. Das Niesen schießt mit bis zu 160 km/h raus. Wenn man sich die Nase jetzt einfach zuhält, dann sucht sich der Druck einen anderen Weg – zum Beispiel durchs Mittelohr. Und das kann wehtun.

Die zweitbeste Lösung: Die Technik mit der Armbeuge

Niesen
Wenn man kein Taschentuch zur Hand hat, geht auch die Ellenbeuge. Bild © picture-alliance/dpa

Währende der Schweinegrippe im Jahr 2009 wurde die Technik mit der Armbeuge propagiert. Die Idee ist, dass man mit der Armbeuge nicht so oft andere Leute berührt wie mit der Hand. Allerdings gibt es Tests, die zeigen: Die Armbeuge hält nur einen Teil der fliegenden Tröpfchen auf. Der Rest fliegt immer noch gut zwei Meter weit. Ganz so effektiv ist es nicht. Und der Pullover sollte nach einem Tag Niesalarm in die Wäsche!

In die Hand niesen: Die schlechteste aller Varianten

Hände sind sowieso gefährliche Viren-Überträger. Es gibt dazu wissenschaftliche Versuche, die gezeigt haben, dass wir uns ungefähr 16-mal pro Minute ins Gesicht fassen. Und wenn dann die Nase trieft und die Augen jucken, hat man natürlich schnell die Erreger an den Händen und verteilt sie überall. Auf Tastaturen im Büro, an Türklinken und so weiter. Deswegen: möglichst nicht in die Hand niesen und vor allem die Hände extra oft waschen, wenn man erkältet ist.

Warum niesen wir eigentlich?

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Lustige Fakten zum Niesen

Manche Menschen müssen niesen, wenn sie sich die Augenbrauen zupfen, die Haut unterhalb vom Auge mit dem Finger stimulieren oder die Haare bürsten. Der Grund: Der Trigeminus-Nerv (Drillingsnerv)ist in weiten Teilen des Gesichts verzweigt und löst den Niesreflex aus.

Ende der weiteren Informationen

Niesen ist wie ein heftiges Ausatmen. Mit bis zu 160 km/h fliegen beim Niesen Fremdkörper aus unserer Nase heraus – und das bis zu drei Meter weit. Dieser Schutzreflex der Nase wird bei manchen Menschen sogar richtig laut. Alles was die Nasenschleimhaut reizt kann den Niesreflex auslösen, ganz egal, ob es sich um Staub, Bakterien, Viren, Mikroorganismen, Pollen, Insekten oder Nasensekret handelt. Gesteuert wird der Reflex vermutlich durch ein Nieszentrum im verlängerten Rückenmark.

Der Niesvorgang

  • Das Niesen beginnt mit einem Kribbeln in der Nase.
  • Es folgt ein tiefes Luftholen.
  • Das Gaumensegel hebt sich an und verschließt die Verbindung zwischen Nase und Rachen, dadurch wird das Luftvolumen in Lunge und Rachen komprimiert.
  • Bauch- und Brustmuskulatur spannen sich an.
  • Der erhöhte Druck schießt explosionsartig durch die Nase – und schleudert so den Fremdkörper, der den Reiz ausgelöst hat, heraus.

Augen zu

Wer niest, der macht automatisch die Augen zu. Und auch wenn man sich ganz genau darauf konzentriert, dann gelingt es nicht, sie offen zu halten. Den genauen Grund haben die Wissenschaftler noch nicht herausgefunden, sie vermuten aber einen Schutzreflex.

Interessant: Früher glaubten die Menschen, dass die Augen geschlossen werden, damit die Augäpfel beim Niesen nicht rausfallen.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 11.10.2018, 10:05 Uhr

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