Thermostat an einem Heizkörper

In der kalten Jahreszeit freut man sich auf kuschelige Abende auf der Couch. Leider ist es in manchen Wohnungen aber gar nicht kuschelig, sondern kalt oder zugig. Doch da lässt sich recht einfach Abhilfe schaffen.

Mit einigen einfachen Tricks kann man für Abhilfe sorgen und sich ein Wohlfühlklima schaffen. Und das auch nicht für teures Geld. Vieles lässt sich selbst machen.

Richtige Raumtemperatur

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Grundregel ist: Das Thermostat immer auf die gewünschte Temperatur einstellen - also nicht voll aufdrehen. Man sollte folgende Faustregel beachten: In Wohnräumen, wo man länger sitzt, macht eine Temperatur von etwa 21 Grad Sinn. Im Schlafzimmer reicht eine niedrigere Temperatur von beispielsweise 17 Grad.

Die Türen zwischen den kälteren und wärmeren Räumen sollten immer geschlossen werden, da es sonst zu einem Wärmeaustausch kommt und so die Temperatur in dem einen Raum sinkt, im anderen steigt.

Und man sollte die Kunststoffdichtungen an Tür- und Fensterrahmen überprüfen, da sie mit der Zeit porös und dadurch undicht werden können. Das führt zu unangenehmer Zugluft in der Wohnung.

Türen und Fenster abdichten

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Tipp

Für einen Zugluftstopper braucht man im Prinzip ein Stück Stoff, zu einem Schlauch genäht, und die Füllung. Füllen kann man den Stopper mit Schafwolle, Schaumstoff oder Füllwatte. Hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt und vor allem: Es ist sehr individuell!

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Abhilfe schaffen beispielsweise selbstklebende Dichtungsbänder aus Schaumstoff - die kann man einfach selbst einkleben. Gibt's in jedem Baumarkt und sie können passend zugeschnitten werden. Länger halten allerdings Gummidichtungen, die kosten aber auch mehr.

Für ein zugiges Gefühl sorgt auch ein größerer Spalt unter der Haustür. Hier kann ein Zugluftstopper für Abhilfe schaffen. So ein Stopper ist auch leicht selbst zu basteln.

Bis zu 30 Prozent Heizkosten lassen sich außerdem sparen, wenn man abends Rolläden und Vorhänge schließt, so bleibt die Wärme drinnen und die Kälte eher draußen.

Tipp für Altbauwohnungen

So toll Altbauwohnungen auch sind, die hohen Decken sind im Winter aber eher unpraktisch, denn trotz voll aufgedrehter Heizung werden die Räume nicht richtig warm. Ursache ist, dass die warme Luft nach oben steigt. Und da kann - auch wenn es eher ungewöhnlich klingt - ein Deckenventilator helfen.

Im Sommer sorgt der Ventilator für Erfrischung, im Winter bringt er die warme Luft, die unter der Decke hängt nach unten, so dass sie sich mit den kälteren Luftschichten mischt. Bei sehr hohen Decken verpufft dieser Effekt aber auch schnell. Und: Der Ventilator ist natürlich laut und verbraucht Strom, das muss man also gut abwägen, ob man dadurch wirklich Kosten spart.

Heizungen nie ganz abstellen

Um Energie zu sparen sollte man, wenn man nicht Zuhause ist, beispielsweise tagsüber bei der Arbeit oder auch nachts, die Heizung runter drehen. Aber bitte nicht aus falscher Sparsamkeit ganz auszustellen, denn es kostet mehr Energie, ausgekühlte Räume immer wieder neu aufzuheizen, als sie auf "kleiner Flamme" dauerhaft auf einer Temperatur zu halten. Deshalb gilt: Immer auf kleiner Stufe weiter heizen.

Richtiges Lüften

Das Zauberwort hierbei heißt Stoß- oder Querlüften (Durchzug). Obwohl das seit Jahren gepredigt wird, machen es immer noch zu wenige. Stattdessen wird das Fenster stundenlang gekippt. Das hilft aber nichts, erhöht nur die Heizkosten, da die Temperatur im Raum sehr schnell sinkt und außerdem kühlt es die Wände aus. Also morgens und abends einmal die Fenster ganz auf, so dass die Luft durchziehen kann, um einen guten Austausch der verbrauchten Luft zu haben.

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Hinweis

Grundsätzlich gilt: Je kälter die Zimmertemperatur ist, desto häufiger muss man lüften, sonst besteht Schimmelgefahr.

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Ganz nebenbei beugt man so auch noch Schimmelbildung vor. Denn wenn man nicht lüftet, lagert sich die Feuchtigkeit als Tauwasser vor allem an kalten Stellen ab, beispielsweise an einer kalten Außenwand oder im Wintergarten. Das ist der ideale Nährboden für Schimmelsporen.

Sendung: hr4, Mein Morgen in Hessen, 29.11.2018, 6:05 Uhr

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