Verschiedene Nistkästen an einer Wand
Beim Bau von Nistkästen kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Bild © Colourbox.de

Mit einem Nistkasten im Garten kann man den heimischen Singvögeln eine Unterkunft anbieten. Das Bauen ist nicht so schwer, wie Rainer Hartmann vom NABU erklärt. Mit seinen Ratschlägen ist es ein Kinderspiel.

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Hinweis

Anleitungen zum Bau von Nistkästen für unterschiedliche Vogelarten gibt es auf der Internetseite des NABU: www.nabu.de

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Das Bauen eines Nistkastens ist nicht so schwer. Man braucht das passende Holz, das richtige Werkzeug und etwas handwerkliches Geschick. Rainer Hartmann vom NABU in Homberg/Efze erklärt, welches Holz man nehmen sollte: "Wenn es geht, sollte man Hartholz verwenden. Das ist zwar etwas schwieriger zu bearbeiten, es hält aber auch länger. Der Heimwerker kann dann schon mal Eschenholz oder Eiche nehmen."

Ganz wichtig aber ist, dass das Holz innen unbehandelt ist: "Ungeschliffen und ungestrichen auf jeden Fall, weil sonst die jungen Vögel Schwierigkeiten haben, das Nest zu verlassen oder bei Verwendung von Chemikalien sie eben anderweitig Schaden nehmen könnten."

Größe von Grundfläche und Einflugloch beachten

Rainer Hartmann ist ein echter Experte, in seinem Bastelraum hat er schon Dutzende Nistkästen gebaut: Große und kleine, eckige und runde - die Form ist egal. Auf eines sollte man aber achten: eine ausreichend große Grundfläche des Nistkastens: "Die Grundgröße sollte mindestens 12 x 12 Zentimeter betragen, weil der Vogel dann genug Platz hat, sein Nest zu bauen und dann haben auch die Jungen genügend Platz sich gesund zu entwickeln."

Ebenso wichtig ist das Einflugloch. Es darf nicht zu groß und nicht zu klein sein, erklärt Rainer Hartmann: "Also man geht aus von 28 Millimetern Durchmesser als Mindestmaß für gängige Vogelarten und 32 Millimeter für größere Meisenarten wie Kohlmeisen oder auch Sperlinge."

Schutz vor Katze, Waschbär und Marder

Mit einem Spezialbohrer fräst Hartmann das Einflugloch in sein neuestes Vogeldomizil. Geschick ist da gefragt und gute Ideen. Sein neues Vogelhaus sieht von der Seite etwas aus wie eine "7" – aus gutem Grund: So schützt es die kleinen Küken noch besser vor ungebetenem Besuch. Rainer Hartmann erklärt den Vorteil: "Das ist ein so genannter vorgezogener Einflug. Die Distanz zwischen Flugloch und Jungen ist damit so groß, dass diese dann geschützt vor Fressfeinden wie Katze, Marder oder Waschbär sind."

Verschrauben statt nageln

Am besten schraubt man die fertigen Holzteile zusammen, vom Nageln rät Rainer Hartmann ab. Das Verschrauben hält auch besser. Kleber sollte nicht verwendet werden. Das Dach schützt der erfahrene Nistkastenbauer mit einem Stück Dachpappe. Damit hält der Nistkasten viele Jahre, wie weiß Hartmann: "Lässt man die Dachpappe weg, dann verfault das Dach relativ schnell. Und wenn es dann doch mal so weit ist, dann kann man durchaus das Dach erneuern und der Rest des Kastens ist in den meisten Fällen noch in Ordnung."

Auf den Standort achten

Das Holz kann man von außen mit Leinöl schützen, aber auch mit umweltfreundlichen Farben bunt bemalen. Zum Aufhängen der Kästen gibt Rainer Hartmann noch diesen Tipp: "Wichtig ist es, das Einflugloch Richtung Süden oder Südosten zu hängen – also auf keinen Fall zur Wetterseite. Und man braucht sie nicht zu hoch hängen; ab Augenhöhe oder ab zwei Metern Höhe ist es ausreichend."

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