Beiner einer Frau wir mit einem Schlauch abgespritzt
Kneipp-Güsse sind gut für die Gesundheit. Bild © Imago

Die Grundlagen, um erkältungsfrei durch den Winter zu kommen, kann man schon im Sommer legen. Und dazu erfrischen Kneipp-Güsse auch noch an heißen Sommertagen. Die Anwendungen kann man gut zu Hause machen.

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Hintergrund

In der traditionellen Kneipp-Lehre gilt die Regel: von rechts unten außen nach links oben innen. Das Herz liegt links oben innen. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass damit der Körper Stück für Stück abgekühlt wird und nicht auf einen Schlag, wie wenn man ins kalte Wasser springt.

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Arm- und Gesichtsgüsse sind die einfachste Methode einer Kneipp-Kur zu Hause.. Einfach die Arme unter den Wasserhahn halten, natürlich das Wasser aufdrehen, und dann von den Fingerspitzen bis zum Ellenbogen den Unterarm bewegen.

Wenn man einen Schlauch zur Hand hat oder in die Dusche geht, kann man das Prozedere auch bis zur Schulter machen. Das Wasser sollte dabei möglichst kalt sein. Dieser Vorgang wird dann links wiederholt.

Alternativ kann man auch Armbäder machen. Dazu nimmt man am besten eine Wanne und lässt die Arme etwa 30 Sekunden im Wasser. Anschließend nimmt man sie dann raus und trocknet sie NICHT ab. Wenn das Waschbecken groß genug ist, kann man das natürlich auch dort machen.

Storchengang im Kneipp-Becken

Beim klassischen Wassertreten in einem Kneipp-Becken geht es immer um den kurzen Kältereiz. Deshalb geht man im typischen Storchengang durch das Wasser: Ein Bein ist im Wasser, das andere wird ganz aus dem Wasser gehoben. Das Ganze dann auch nicht im Eiltempo, sondern gemächlich. Diese Kältereize sind gut für das vegetative Nervensystem, den Blutdruck und eine Verbesserung des Blutdrucks.

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Hinweis

Wichtig zu beachten ist: Man sollte nicht auskühlen und anfangen zu frieren.

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Wer zu Hause über ein entsprechend großes Behältnis verfügt, kann den Storchengang auch dort simulieren. Fließt ein Bach in der Nähe und ist für das Wassertreten geeignet, dann kann man sich natürlich auch dort seine Abkühlung holen.

Stärkung des Immunsystem bei regelmäßiger Anwendung

Länger angewendet stärken Kneipp-Kuren das Immunsystem. Es reicht schon, wenn man täglich den Arm- und Gesichtsguss macht. Auch Wechselbäder oder -duschen helfen, allerdings eher in der kalten Jahreszeit. Im Sommer braucht der Körper nicht unbedingt noch solche Wärmeschübe. Wenn man das mindesten vier bis sechs Wochen macht, sollte sich das Immunsystem schon verbessert haben. Wenn man solche Anwendungen über einen noch längeren Zeitraum macht, ist die Wirkung natürlich noch besser. Damit sinkt das Risiko, sich eine Erkältung einzufangen.

Die Tipps stamen Dr. med. Peter Gündling, Professor für Naturheilkunde, Bad Camberg.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 28.07.2018, 10:05 Uhr

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