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Blutspende

Viele tun's regelmäßig, viele haben aber auch Angst davor, dabei ist es eher harmlos und dringend notwendig: Blutspenden. Blut wird immer wieder gebraucht. In den Sommermonaten werden die Vorräte häufig knapp. Dagegen kann fast jeder was tun.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wer darf Blut spenden?

Blutspende
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Mit einer Blutspende tut man nicht nur anderen was Gutes, vielleicht braucht man ja auch selbst mal eine Spende. Täglich werden in Deutschland etwas 15.000 Blutkonserven benötigt. Selbst etwas zu tun, ist gar nicht so schwer. Und es werden maximal 10 % des Blutes entnommen.

Wer darf spenden?

  • Mindestalter für Erstspender: 18 Jahre
  • Höchstalter für Erstspender: 64 Jahre
  • Altersgrenze: 73 Jahre
  • Mindestgewicht: 50 kg

Vor der der Spende sollte man viel trinken und auf Sport verzichten. Das gilt auch für den Rest des Tages nach der Blutentnahme. Außerdem sollte man vier Stunden vor der Abgabe nicht mehr rauchen.

Je nach Lage kann es allerdings vorkommen, dass aus gesundheitlichen Gründen von weiteren Blutspenden abgeraten wird.

Auch wenn man die Voraussetzungen erfüllt, heißt es nicht, dass man so einfach sein Blut zur Verfügung stellen darf. Denn, ...

  • man sollte vor der Blutspende ausreichend gegessen und vor allem getrunken haben.
  • man sollte innerhalb der vergangenen 12 Stunden keinen Alkohol getrunken haben.
  • man sollte innerhalb der letzten vier Wochen keine Drogen konsumiert haben.
  • man sollte die letzte Blutspende vor 10 bis 12 Wochen geleistet haben.
  • man sollte sich nicht in den letzten 4 Monaten tättowieren, piercen oder branden haben lassen. Das sind alles Verletzungen, die entsprechend heilen müssen.
  • man sollte in den letzten 4 Wochen keine Impfung erhalten haben.

So läuft eine Blutspende ab

1. Anmeldung

Mehrfachspender weißen sich mit ihrem Blutspende-Ausweis und ihrem Personalausweis, Reisepass oder Führerschein aus. Erstspender brauchen ein offizielles Dokument mit Lichtbild (Ausweis, Pass oder Führerschein).

2. Ausfüllen des Fragebogens

Hier werden zahlreiche Fragen zur medizinischen Vorgeschichte gestellt. Der Fragebogen ist mit einem Strichcode versehen, der auch auf der Blutprobe und dem Blutbeutel zu finden ist.

3. Ärztliche Kontrolle

Nach dem Ausfüllen des Fragebogens geht's zum Arzt. Hier wird der Blutdruck gemessen. Dann geht der Arzt mit dem potenziellen Spender den Fragebogen durch. Gewisse Medikamente können noch zum Ausschluss führen. Mit der Unterschrift steht der Spende nichts mehr im Wege.

4. Messung des Hämoglobinwert und der Temperatur

Bei der Ermittlung des Hämoglobinwerts, die Höhe des roten Blutfarbstoffs, geht es darum, eine Blutarmut (Anämie) auszuschließen. Der Hämoglobinwert ist außerdem ein Zeichen für Eisenmangel. Wenn der Wert zu niedrig ist, hat der Spender keine Reserven, um den Blutverlust auszugleichen. Währenddessen wird mit einem Fieberthermometer im Ohr die Temperatur gemessen. Damit wird ausgeschlossen, dass ein Spender mit erhöhter Temperatur spendet.

5. Zustimmung bzw. Selbstausschluss

Nun kommt der wichtigste Moment. In einer Kabine entscheidet man durch Markieren, ob das Blut verwendet werden darf oder nicht. Wer nicht möchte, dass sein Blut benutzt wird, kann das kenntlich machen. Da es noch die Regelung gibt, dass das Blut homosexueller Männer, die in den letzten 12 Monaten Sex mit Männern hatten, nicht als Spende verwendet werden darf, kann Mann so nach außen den Schein wahren und Blut spenden, aber die Weitergabe verhindern.

Auch wenn man eine Verwendung ausschließt, wird das gespendete Blut untersucht.

6. Blutentnahme

Um den Blutfluss zu fördern, kann man beim Blutspenden auch einen Ball kneten.

Anschließend erfolgt das "Abzapfen" des Blutes durch eine Kanüle in der Armbeuge. Dazu nimmt man auf einer Liege Platz. Mit dem gleichmäßigen Schließen und Öffnen der Faust an dem entsprechenden Arm hilft man beim "Abpumpen". Etwa 500 ml Blut wird bei einer Spende dem Körper entnommen. Die Prozedur dauert etwa 10 Minuten. Der ganze Vorgang wird von geschultem medizinischen Personal durchgeführt und überwacht.

Wenn die Kanüle entfernt und die Einstichstelle versorgt ist, ruht man etwa 10 Minuten.

7. Imbiss

Zum Schluss wartet in der Regel ein kleiner Imbiss und vor allem etwas zu trinken auf die Spender. Denn trinken ist wichtig, damit fördert man den Ausgleich des Blutverlusts. Allerdings sollte es nicht unbedingt Alkohol sein.

Aktuelle Blutspende-Termine in Hessen findet man im hr-Text auf Seite 633. Ansonsten bietete das Rote Kreuz im Internet

Die verschiedenen Blutgruppen

Dass Blutspenden wichtig ist, zeigt die Tatsache, dass nicht jeder Mensch jede Blutsorte verträgt und sich nicht jede Blutsorte für jeden eignet.

0- (Blutgruppe 0, Rhesusfaktor negativ)

  • Häufigkeit in Deutschland: 6 %
  • Blutspende für: 0-/0+/B-/B+/A-/A+/AB-/AB+
  • Mögliches Spenderblut: 0-

Das universelle Spenderblut: Diese Blutgruppe verträgt sich mit allen anderen Gruppen. Menschen mit dieser Blutgruppe sind also gefragte Spender. Allerdings vertragen Menschen mit 0- nur die eigene Blutgruppe.

0+ (Blutgruppe 0, Rhesusfaktor positiv)

  • Häufigkeit in Deutschland: 35 %
  • Blutspende für: 0+/B+/A+/AB+
  • Mögliches Spenderblut: 0+/0-

Die Blutgruppe, die in Deutschland am zweithäufigsten vorkommt.

B- (Blutgruppe B, Rhesusfaktor negativ)

  • Häufigkeit in Deutschland: 6 %
  • Blutspende für: B-/B+/AB-/AB+
  • Mögliches Spenderblut: B-/0-

B+ (Blutgruppe B, Rhesusfaktor positiv)

  • Häufigkeit in Deutschland: 9 %
  • Blutspende für: B+/AB+
  • Mögliches Spenderblut: B-/B+/0-/0+

A- (Blutgruppe A, Rhesusfaktor negativ)

  • Häufigkeit in Deutschland: 6 %
  • Blutspende für: A-/A+/AB-/AB+
  • Mögliches Spenderblut: A-/0-

A+ (Blutgruppe A, Rhesusfaktor positiv)

  • Häufigkeit in Deutschland: 37 %
  • Blutspende für: A+/AB+
  • Mögliches Spenderblut: A+/A-/0-/0+

In Deutschland die am häufigsten vorkommende Blutgruppe.

AB- (Blutgruppe AB, Rhesusfaktor negativ)

  • Häufigkeit in Deutschland: 1 %
  • Blutspende für: AB-/AB+
  • Mögliches Spenderblut: AB-/A-/B-/0-

Diese Blutgruppe kommt in Deutschland am seltensten vor.

AB+ (Blutgruppe AB, Rhesusfaktor positiv)

  • Häufigkeit in Deutschland: 4 %
  • Blutspende für: AB+
  • Mögliches Spenderblut: AB+/AB-/A-/A+/B-/B+/0-/0+

Menschen mit dieser Blutgruppe müssen sich - im Prinzip - die wenigsten Sorgen machen, denn sie vertragen jede andere Blutgruppe als Spende.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 14.06.2019, 06:00 Uhr

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