Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Alte Apfel-Sorten sind wichtig und besser

Äpfel

Im Supermarkt hat man heute eine große Auswahl an Äpfeln. Allerdings sind sich viele Sorten sehr ähnlich und in der Regel nur für den baldigen Verzehr geeignet. Apfel-Experte Volker Lange schwört lieber auf alte Sorten.

Die Äpfel, die man heute im Supermarkt findet, sind keine Lageräpfel. Sie sollte man bald essen. Aber im Prinzip macht man mit ihnen wenig falsch. Allerdings findet unser Apfel-Experte Volker Lange, Landschaftsarchitekt beim Umwelt- und Gartenamt in Kassel, sie eher langweilig. Die modernen Sorten sind mehr auf Robustheit, Ertrag und Druckfestigkeit gezüchtet. Der Geschmack bleibt dabei oft auf der Strecke.

Apfel der Sorte Goldparmäne

Bei alten Sorten, Volker Lange hat einen seiner Apfelbäume mit 15 Sorten veredelt, schwört auf alte Sorten. Sie sind geschmacklich vielfältiger. Die Goldparmäne beispielsweise hat ein nussiges Aroma. Wie der Name es schon verrät, hat die Ananasrenette einen entsprechenden Duft. Der Gravensteiner ist groß und saftig.

Alte Sorten vitaminreicher

Auch wer Wert auf Vitamine, vor allem Vitamin C, legt, sollte sich bei den alten Sorten umschauen. Klarapfel, Ontario oder Berlepsch - übrigens nach Hans Hermann von Berlepsch aus dem hessischen Adelsgeschlecht benannt - sind sehr vitaminreich.

Apfel der Sorte Ontario

Der Ontario zählt zu den späten Sorten, d. h. er wird erst im November geerntet. Die säuerliche Sorte eignet sich gut zum Backen oder in der Küche. Auch längeres Lagern ist möglich, den der Apfel bildet eine wächserne Schutzschicht. Den Klarpafel kann man auch gut länger, über mehrere Wochen, lagern. Er eignet sich gut für Apfelmus.

Apfel der Sorte Berlepsch

Bei den modernen Sorten kann Volker Lange Boskop, Cox Orange, Berlepsch oder den Holsteiner Cox empfehlen. Sie sind auch noch vitaminhaltig.

Apfel der Sorte Cox Orange

Die alten Sorten erhält man kaum im Supermarkt. Wer solche Sorten sucht, muss in den Bio-Laden, auf dem Wochenmarkt oder zu regionalen Direktvermarktern. Allerdings lohnt sich der Weg, findet Volker Lange. Alte Apfelsorten sind nicht nur geschmacklich "besser", sie sind auch ein schützenswertes Kulturgut. Und die Nachfrage bestimmt auch ihre Erhaltung.

Farbe spielt keine Rolle

Vielfach heißt es ja, dass reife Äpfel schön rot sein müssen. Das trifft aber nicht auf alle Sorten zu. Der Granny Smith ist beispielsweise auch im reifen Zustand grün. Auch der beliebte Golden Delicious wird nicht rot, sondern gelb. Viele Sorten haben aber alle drei Farben, je nach Sonneneinstrahlung.

Apfel der Sorte Boskop

Auch das Gerücht, dass rote Äpfel süß seien, ist falsch. Der Boskop ist beispielsweise schön rot bis dunkelrot, aber auch sauer. Daher ist er ein klassischer Backapfel. Von der Süße her sind alle Sorten in etwa gleich, nur der Säurespiegel variiert.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 15.10.2019, 10:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit