Ehepaar mit Kind wähl in einer Schonung einen Weihnachtsbaum aus
Welcher Baum soll es sein? Die schwere Entscheidung beim Weihnachtsbaumkauf. Bild © picture-alliance/dpa

Alle Jahre wieder: Die Suche nach dem passenden Weihnachtsbaum. Wir sagen Ihnen, welche Sorte für Sie am besten geeignet ist, wie Sie den Baum sicher nach Hause bekommen und welchen Ständer Sie wählen sollten.

Die Deutschen lieben die Weihnachtsbaum-Tradition: Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume stehen in den Wohnzimmern.

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Weihnachtsbaum selbst schlagen

Eine Übersicht gibt es auf: hessen-forst.de

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Mittlerweile kommen 90 Prozent der Bäume nicht mehr aus dem Wald, sondern werden in Plantagen angebaut. Die Gartenbaubetriebe, die sich auf den Anbau von Weihnachtsbäumen spezialisiert haben, liegen vor allem in Schleswig-Holstein und im Sauerland. Nordmann-Tannen kommen meist aus Dänemark.

Die beliebtesten Baumsorten im Steckbrief

Welche Art Baum es wird, ist Geschmackssache. Die Statistik sagt: Die Nordmanntanne ist DER Renner. Fichten und andere Tannen landen auf den hinteren Rängen. Der aktuelle Trend-Baum ist aber die Korktanne. Sie findet immer mehr Freunde. Und die Händler versprechen: Wer einmal eine Korktanne hatte, will keinen anderen Weihnachtsbaum mehr.

Rot-Fichte (Picea abies)

Rot-Fichte
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  • Aussehen: Rötliche Stammfärbung, kurze, stechenden Nadeln, dünne, eher aufrechte Triebe, unregelmäßiger Kronenaufbau
  • Vorteil: Preiswert
  • Nachteil: Verliert im Warmen schnell die Nadeln, Kerzen lassen sich schlecht befestigen

Serbische Fichte (Picea omorika)

Serbische Fichte
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  • Aussehen: Dünner Stamm, schmale Krone, waagrecht stehende Äste. Moosgrüne Nadeln mit silbrigen Unterseiten. Auch am unteren Stamm finden sich Äste, dadurch ist die Befestigung im Ständer schwierig
  • Vorteil: Preiswert, etwas teurer als Rot-Fichten
  • Nachteil: Verliert im Warmen schnell die Nadeln

Blau-Fichte (Picea pungens)

Blaufichte
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  • Aussehen: Sehr dicht stehende, stechende Nadeln, blaugrauer Schimmer. Gleichmäßiger Kronenaufbau; kräftige, steife Äste
  • Vorteil: Lang haftende Nadeln; etwas günstiger als die Nordmann-Tanne; stabil: auch für schwere Kugeln geeignet
  • Nachteil: Teurer als Rot- und Serbische Fichte

Kiefern (Pinus)

Kiefer
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  • Aussehen: Keine typische Weihnachtsbaumform; breitere, etwas rundliche Krone; weiche Äste
  • Vorteil: Wundervoller Duft; lange, nicht stechende Nadeln; von allen Bäumen bleiben diese Nadeln am längsten frisch
  • Nachteil: Nicht für schweren Schmuck geeignet; wenige Ast-Etagen

Edel-Tanne (Abies procera)

Edeltanne
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  • Aussehen: Dichte, gleichmäßige Krone; geringer Abstand zwischen den Ast-Etagen; große Zapfen; graublauer Farbton
  • Vorteil: Weiche Nadeln, die nicht stechen
  • Nachteil: Wachsen sehr langsam, deshalb sehr teuer

Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana)

Nordmanntanne
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  • Aussehen: Dunkelgrüne, weiche Nadeln; schöne Krone; regelmäßige Ast-Etagen
  • Vorteil: Lang anhaftende Nadeln
  • Nachteil: Kommt aus Dänemark; frostempfindlich; wächst langsam, daher teuer

Die Nordmann-Tanne wird nur für das Weihnachtsgeschäft gezüchtet.

Korktanne (Lasiocarpa ariconica)

Korktanne
Die bläulichen Nadeln sind das besondere Merkmal der Korktanne. Bild © picture-alliance/dpa
  • Aussehen: Stammt aus Nordamerika; schlanker Wuchs, daher auch für kleine Zimmer geeignet; schöne Krone; bläuliche Färbung der Nadeln; duftet nach Zitrone
  • Vorteil: Lange anhaftende Nadeln
  • Nachteil: Preislich in Regionen der Nordmann-Tanne

Den Baum transportieren

Ist der richtige Baum gewählt, dann wird er in ein engmaschiges Netz gesteckt. Dadurch wird er schön schmal, lässt sich leichter tragen und es brechen keine Äste ab. Außerdem passt er damit auch besser ins Auto.

  • Auf dem Dach

Den "Christbaum nie ohne Spanngurt transportieren", rät der ADAC. Und warnt davor, den Baum direkt auf dem Dach zu transportieren! Denn Crashtests haben gezeigt, dass Schnüre, Gummis und Riemen einen schweren Baum nicht halten können. Bei einem Aufprall mit 50 Stundenkilometern fliegt das Nadelgehölz geradewegs über die Motorhaube.

Also den Baum nur mit geeigneten Gurten auf dem Dachgepäckträger befestigen und dabei die Spitze nach hinten zeigen lassen. Wichtig: Der Baum sollte vorne nicht weiter als 1,5 Meter über die Motorhaube ragen. Das gilt auch für die Spitze: Ragt diese weiter als einen Meter über das Fahrzeug, muss sie mit einer Fahne gekennzeichnet werden.

  • Im Kofferraum

Wer keinen Gepäckträger hat, der kann den Baum auch im Kofferraum transportieren. Wenn Ösen im Kofferraum vorhanden sind, sollte man den Baum mit Spanngurten daran befestigen. Aber auch alle anderen sollten den Baum (zur Not am Sitz o.ä.) verzurren.

Beim Transport gilt auch hier die Regel: Mit der Spitze nach hinten und nicht weiter als 1,5 Meter herausragen lassen! Scheinwerfer, Blinker und Nummernschild dürfen nicht verdeckt werden. Ist der Baum nicht ausreichend gesichert, droht sogar ein Bußgeld. Ragt der Baum weiter als einen Meter aus dem Kofferraum heraus, muss die Spitze auch hier mit einer Fahne gekennzeichnet werden. Bei Dunkelheit sogar mit einem Blinklicht.

  • Fahrweise anpassen

Ist der Weihnachtsbaum gut verstaut, dann sollte man bei der Fahrt nach Hause aufpassen. Denn je nachdem, wie groß der Baum ist, kann es beim Bremsen und bei der Kurvenfahrt zu veränderten Fahreigenschaften kommen. Also Tempo verringern und nicht zu dicht auffahren.

Es gibt inzwischen auch Händler, die den Transport des Baums bis zur Haustür als Serviceleistung anbieten. Und immerhin rund 10 Prozent aller Weihnachtsbaumkäufer werden sich ihren Baum in diesem Jahr übers Internet bestellen. Der Weihnachtsbaumkauf per Mausklick ist der neuste Trend. Auch hier erfolgt die Lieferung bis zur Haustür. Und man kann einen Wunschtermin festlegen.

So bleibt der Baum lange grün und frisch

Hat man den Baum heil nach Hause transportiert, gilt es, ihn bis zum Schmücken richtig zu lagern. Ein paar Tage übersteht der Baum gut in der Wohnung. Wer allerdings auf Nummer sicher gehen will, der stellt ihn besser auf Balkon oder Terrasse, wo es einfach kühler und auch feuchter ist. Den Baum sollte man täglich mit Wasser besprühen und ins Wasser stellen. Wer den Baum schon im Zimmer aufstellt: Nicht zu dicht an Heizkörper oder andere Wärmequellen!

Der richtige Ständer

Wer kennt sie nicht: Die Weihnachtsbaumständer mit den seitlichen Flügelschrauben. Diese nostalgischen, zum Teil gusseisernen Ständer sehen schön aus, geben den Baum aber nicht ausreichend Standfestigkeit. Sie sind einfach zu klein und viel zu leicht, um einen schweren Baum zu halten.

Besser sind da schwere Baumständer mit Krallen, Seilzugtechnik und Wassertank. Die halten den Baum in der Senkrechten und sorgen durch den eingelassenen Wassertank für eine optimale Versorgung des Baumes. Die ganz sichere Variante: Den Baum mit einer Schnur in einer Öse an der Decke befestigen.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 13.12.2018, 06:05 Uhr

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