Tipps gegen Reklame
So ein Aufkleber auf dem Briefkasten mildert den Werbefluss etwas ab. Bild © Pixabay

Oft quillt der Briefkasten über – vor lauter Werbung. Doch das muss nicht sein und Sie können ganz einfach etwas dagegen unternehmen. Wie das geht und welche Werbung Sie noch umgehen können, erfahren Sie hier.

Werbung per Post

Ein Aufkleber, der gut sichtbar auf dem Briefkasten angebracht ist, weist darauf hin, dass Sie keine Werbung wünschen. Allerdings deckt der Hinweis "Keine Werbung" nicht alles ab. Enthält die Reklame einen redaktionellen Teil, wird sie trotzdem eingeworfen. Zusätzlich zu dem Hinweis "Keine Werbung" sollte auch "keine Handzettel, keine Wurfsendungen, keine kostenlosen Zeitungen und Wochenblätter" vermerkt sein. Damit wird der Großteil der lästigen Anzeigeblätter umgangen. Um Prospekte, die sich in einer Zeitung befinden, kommen Sie nicht herum, da sie ein Bestandteil selbiger sind.

Werbung am Telefon

Telefonwerbung ist verboten, wenn Sie vorher nicht ausdrücklich zugestimmt haben. Außerdem darf die Rufnummer des Werbers nicht unterdrückt sein – das wäre eine weitere Ordnungswidrigkeit. Oft reicht es, zu Beginn des Telefonats zu sagen, dass Sie kein Interesse an Anrufen dieser Art haben. Wenn Sie erstmalig bei einem Händler bestellen, achten Sie darauf, ob es die Möglichkeit gibt, Werbeanrufe oder Ähnliches von vornherein abzulehnen.

Werbung im Internet

Auf den meisten Seiten erscheint Werbung, sobald man sie öffnet. Durch diese Anzeigen finanzieren sich viele Internetauftritte. Für Ihren Browser können Sie sich den sogenannten Adblock herunterladen, der Werbeanzeigen blockiert. Inzwischen erkennen manche Internetseiten jedoch, ob der Adblock aktiviert ist und fordern die Nutzer auf, ihn zu deaktivieren. Nähere Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Was tun, wenn der Werbefluss trotzdem nicht aufhört?

Erhalten Sie weiterhin Werbung, so sollten Sie den Werbeschaltenden kontaktieren. Oft reicht ein Anruf aus. Hilft dies nicht, übermitteln Sie Ihr Anliegen postalisch (am besten per Einschreiben) oder per Fax mit Sendebericht. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, können Sie die Verbraucherzentrale informieren. Häufen sich bei Ihr die Beschwerden, ist sogar eine Anklage möglich.

Weitere Informationen

Wichtige Kontakte

Die Verbraucherzentrale in Hessen gibt Auskünfte und berät Sie, wie Sie gegen unerwünschte Werbung vorgehen können.

Auf der Seite der Bundesnetzagentur finden Sie alle wichtigen Formulare für eine Beschwerde.

Ende der weiteren Informationen

Bei Anrufen, die nicht auf Ihrem Einverständnis basieren, sollten Sie sich umgehend Nummer, Name der Firma (und evtl. des Produkts), Datum und Uhrzeit notieren. Diese Daten geben Sie an die Bundesnetzagentur weiter, die sich um die Angelegenheit kümmert und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleitet. Beispielsweise kann eine Rufnummerunterdrückung mit Bußgeldern von bis zu 10.000€ bestraft werden.

Sendung: hr4, hr4 – Mein Morgen in Hessen, 28.11.2018, 06:05 Uhr

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