Mann streut Granulat

Auch wenn es jetzt wieder in vielen Geschäften angeboten wird, offiziell ist die Verwendung von Streusalz von Privatpersonen in vielen hessischen Städten und Gemeinden schon seit einigen Jahren verboten. Das Schneeräumen gilt als erste Pflicht und zum Salz gibt es Alternativen.

Im Winter, wenn es glatt wird, wird traditionell Salz gestreut. Doch das ist in Hessen seit einigen Jahren schon verboten. Zwar taut das Salz recht schnell Eis und Schnee auf, sorgt aber dann für negative Einflüsse in der Umwelt und auch bei Tieren. Das Salz belastet den Boden und das Wasser und schadet damit den Pflanzen. Und gerade auch bei Haustieren sorgt es für Probleme an den Pfoten. Das Salz greift aber auch die Metallteile an Autos oder den Beton von Brücken und Gebäuden an.

Das klassische Streusalz, im Prinzip Kochsalz, aber nicht für den Verzehr geeignet, ist bis -10 °C wirksam, das auch verwendete Kalziumchlorid bis -20 °C. Während es für Privathaushalte tabu ist, dürfen die Straßenmeistereien Salz noch weiterhin einsetzen.

Räumen erste Pflicht und kein Salz

Wenn es schneit, gilt zuerst, dass der Schnee geräumt wird. Hausbesitzer wissen, dass sie sich damit durchaus den Gang ins Fitness-Studio sparen können. Anstelle des üblichen Salzes sollen dann so genannte "abstumpfende Mittel" verwendet werden. Dabei handelt es sich um Splitt, Spezialsande oder Granulate. Diese Mittel tauen zwar Schnee und Eis nicht auf, aber sie sorgen für Griffigkeit und verringern die Rutschgefahr. Beim Kauf sollte man auf den blauen Umwelt-Engel achten. Nach dem Winter wird das verbleibende Granulat dann zusammengekehrt.

Aufgrund der nicht so guten Umweltbilanz bei der Herstellung sollte auf Blähton als Streumittel verzichtet werden.

Kleines Schlupfloch

Das Verbot von Salz gilt im Prinzip, denn keine Regel ohne Ausnahme. An "besonderen Gefahrenstellen", beispielsweise steilen Treppen oder Steigungen darf Streusalz ausgebracht werden. Allerdings höchsten 10 Gramm, das entspricht etwa einem Teelöffel pro Quadratmeter.

Um eine böse Überraschung zu vermeiden, sollte man sicherheitshalber bei der Gemeinde nachfragen, welche Streumittel erlaubt sind.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 25.01.2019, 06:05 Uhr

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