Thermobecher

Für viele ist der Coffee-to-go eine Selbstverständlichkeit. Doch immer mehr verzichten auf Einwegbecher und greifen zum Thermobecher. Die Stiftung Warentest hat jetzt 15 Modelle aus Edelstahl getestet. Die teuersten waren nicht die besten.

Ein guter Thermobecher sollte das Getränk möglichst lange warmhalten und leicht zu bedienen sein. Bei der Handhabung spielen die eigenen Vorlieben eine Rolle, da muss man schauen, mit welchem Modell man besser zurechtkommt. Was das Warmhalten angeht, da sind die Rollen eindeutig verteilt. Zwischen dem besten Becher und dem schlechtesten liegt ein Unterschied von über 13 Stunden!

Von den 15 Thermobechern benotete die Stiftung Warentest immerhin zehn mit "gut". Drei erhielten ein "mangelhaft" und zwei Becher wurden mit "ausreichend" klassifiziert. Die beste Gesamtnote mit 1,7 holte der "Thermo Mug" von Braun für 20,- Euro. Auf Platz zwei schaffte es der "Isolierbecher Impulse" von WMF für 25,- Euro mit 1,8. Eine 1,9 erhielten der "Thermos Stainless King" von Alfi für 25,90 Euro und der "Travel Mug" von Emsa für 20,- Euro.

Mit "mangelhaft" benoteten die Warentester die Warmhalter von Stelton ("To Go Click", 33,- Euro, Note 4,8), McDonalds ("McCafé", 6,- Euro, Note 5,0) und Primus ("Commuter Mug", 25,- Euro, Note 5,2). Der Becher von McDonalds hatte u. a. die kürzeste Warmhaltezeit. Von diesen drei Produkten rät die Stiftung Warentest auch insgesamt ab.

Top: Warmhaltezeit von 16 Stunden

Im Test wurden die Behältnisse mit 80 Grad heißem Wasser gefüllt. Bereits nach zweieinhalb Stunden war es im Becher der Fastfood-Kette auf die Hälfte abgekühlt. Beim "Stainless King" dagegen dauerte es 16,5 Stunden. Die Becher von Braun und WMF schafften sehr gute 13 Stunden. Hier muss man selbst entscheiden, für welche Zeiträume man ein heißes/warmes Getränk braucht.

Nicht unwichtig ist dagegen, ob der Becher dicht ist. Bis auf die Produkte von Bodum und McDonalds war das bei allen Modellen der Fall. Beide Modelle sollten nur umfallsicher transportiert werden. Gerade bei dem Bodum "Travel Mug" ist das ärgerlich: Er wird als Reisebecher (so die deutsche Übersetzung) angepriesen, auf der Verpackung ist aber der Hinweis zu lesen, ihn nur aufrecht zu transportieren. Auf Reisen aber nicht immer möglich.

Wie handlich ist der Becher?

Ein weiteres Kriterium ist die Handhabung, zum einen die Lage des Bechers in der Hand, zum anderen das Reinigen. Da das Handgefühl sehr unterschiedlich ist, sollte man hier schauen, welches Gefäß einem am besten in der Hand liegt und wie man am besten Trinken kann. Die Öffnungen lassen sich unterschiedlich leicht bedienen. Mal geht es mit einer Hand, mal braucht man besser beide Hände dafür.

Beim Reinigen gibt es unterschiede. Nur sieben der 15 Testkandidaten dürfen in die Spülmaschine. Die übrigen müssen mit der Hand gewaschen werden. Hier kommt es auch wieder darauf an, wie einfach sich der Deckel zerlegen und reinigen lässt.

Zwei sondern Giftstoff ab

Da es sich um Edelstahlbecher handelt, geben alle keine Schadstoffe nach innen in die Getränke ab. Aber zwei fielen außen negativ auf: In der schwarzen Außenhülle des Stenton und im Antirutschfuß des Primus konnten die Tester hohe Mengen des als krebserregenden geltenden Naphthalin finden.

Wer regelmäßig unterwegs heiße oder kalte Getränke dabei haben will, ist mit einem Thermobecher aus Edelstahl auf dem richtigen Weg.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 26.03.2020, 06:00 Uhr

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