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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Widschweinbegegnungen - was tun?

Wildschweine - Bache mit größeren Frischlingen

Dank des reichhaltigen Nahrungsangebots gibt es zur Zeit sehr viele Wildschweine. Beim Spaziergang im Wald kann man ihnen plötzlich gegenüberstehen, aber auch in der Stadt kann man auf sie treffen. Inzwischen sind viele auch schon in der Stadt heimisch.

Wildschweine sind Fluchttiere, in der Regel laufen sie vor Menschen weg. Deshalb sollte man bei einer Begegnung darauf achten, dass die Schwarzkittel eine Fluchtmöglichkeit haben. Das ist im Wald in der Regel kein Problem. Oft kann man die Tiere aber auch vorher schon riechen. Liegt ein leichter Maggi-Geruch in der Luft, können Wildschweine in der Nähe sein.

Trifft man doch mal auf die Schweine, gilt: Ruhe bewahren und sich möglichst langsam und leise zurückziehen. Unangenehm könnte es werden, wenn eine Bache mit Jungen unterwegs ist. Kommt es zu einer solchen Begegnung, bitte nicht versuchen, die Frischlinge zu streicheln. Das gefällt der Bache normalerweise überhaupt nicht. Ihre Jungen verteidigt sie mit ihrem Leben.

Zwei Frischlinge säugen an der Bache

Lärm hilft

Flüchtet, warum auch immer, ein Wildschwein nicht, sollte man sich großmachen, laut rufen und in die Hände klatschen. Das sollte das Tier eigentlich verschrecken. Wenn es aber in den Angriffsmodus geht, gibt es Warnsignale, bei denen man sich definitiv zurückziehen sollte.

Schnaubt das Tier laut durch die Nase, ist das eine akustische Drohung und Warnung. Deutlicher wird es noch, wenn der kurze Schwanz aufgestellt ist. Beginnt dann das Klappern mit den Zähnen, ist das das letzte Zeichen, dass ein Angriff kommt. Spätestens jetzt sollte man sich möglichst zurückziehen.

Eckzähne gefährliche Waffe

Sollte ein Wildschwein einen frontalen Angriff starten, kann das richtig gefährlich werden. Zum einen kommt da eine gehörige Masse auf einem zugestürmt, zum anderen hat das Tier noch zwei messerscharfe Eckzähne, die sich selbst nachschärfen!

Die Hauer eines Keilers

Der Angriff geht dann in der Regel auf die Beine und führt durch die Zähne zu schweren Verletzungen an der Innenseite der Beine, hier verlaufen zwei große Schlagadern, und durch die Masse und den Schwung wird der Mensch umgeworfen. Liegt man auf dem Boden, kann es wirklich ganz übel werden.

Hunde anleinen

Ist man mit dem Hund im Wald unterwegs, sollte er auf jeden Fall angeleint sein. Ein Hund ist auch nicht unbedingt ein Schutz, denn die Schwarzkittel gehen bei einem Angriff auf das gegnerische Alphatier. Wenn klar ist, dass der Mensch die Leitung hat, geht der Angriff auf ihn und nicht auf den Hund.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 22.10.2020, 06:00 Uhr

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