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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wie funktioniert die Corona-Warn-App?

Corona-Warn-App

Die deutsche Corona-Warn-App wird seit Mitte Juni genutzt. Wie Sie funktioniert und ob Sie die App auch im Ausland nutzen können - das erfahren Sie hier.

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Die richtige Corona-Warn-App finden

Die Corona-App finden Sie in den jeweiligen App-Stores. Für die Suche geben Sie am besten den Begriff "Corona Warn App" ein, da Sie sonst aus Versehen eine falsche App herunterladen könnten. Achten Sie auf das Logo, wie es oben im Bild zu sehen ist. Das ist die richtige App.

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Die Installation der App ist ganz einfach: Man lädt sie aus dem Store runter und dann startet sie einmal. Danach kommuniziert die App ständig im Hintergrund mit anderen Smartphones, auf denen die App ebenfalls installiert ist.

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Der Austausch zwischen den Smartphones erfolgt über Bluetooth. Diesen Zugriff muss man der App erlauben. Wird Bluetooth ausgeschaltet, zeigt die App an, dass kein Datenaustausch möglich ist.

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Bei diesem Austausch werden aber keine Daten, beispielsweise Telefonnummer oder Namen, weitergegeben, sondern nur zufällig generierte digitale Schlüssel, die aus einer Zahlen- und Buchstaben-Kombination bestehen. Diese Daten sind anonym. Solche Schlüssel werden permanent versendet und von anderen Smartphones empfangen und umgekehrt. Darin wird dann gespeichert, wenn zwei oder mehr Menschen näheren Kontakt hatten und wie lange. Die Daten sind aber, um es noch einmal zu betonen, so erstellt, dass nicht ersichtlich ist, mit wem man Kontakt hatte.

Achten Sie auch immer auf Updates. Bis Ende Juli gab es bei Android-Geräten teilweise das Problem, dass die App nicht im Hintergrund aktiv sein durfte. Mit dem Update vom 23. Juli 2020 wird das Problem behoben. Jetzt ist es in den App-Einstellungen möglich, per Schieberegler die Funktion "Priorisierte Hintergrundaktivität" selbst zu aktivieren und damit die Einschränkungen der Hintergrundaktivität der App durch den Geräte-Hersteller zu umgehen.
Ansonsten gilt: Achten Sie immer darauf, dass die App aktuell ist und führen Sie die Updates durch.

Was passiert, wenn jemand positiv getestet wird?

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Hinweis

Für den Datenschutz ist dabei wichtig, dass die Daten nicht zentral auf einem Server gespeichert werden. Bewegungsmuster der betroffenen Personen lassen sich nicht erstellen. Insgesamt gilt die App als sehr vorbildlich, was den Datenschutz angeht. Der Code wurde auch offengelegt und von unabhängigen Experten untersucht. Dabei wurden keine "Hintertürchen" für irgendwelche staatlichen Stellen entdeckt.

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Wird jemand positiv auf Corona getestet, erhält man vom Testlabor einen Brief mit dem Ergebnis. Bei vielen, aber leider noch nicht allen, ist auch ein Code dabei, der mit der Corona-App eingescannt wird. Das ist allerdings FREIWILLIG. Es gibt keine Pflicht das zu tun. Wenn man es aber doch tut, dann werden aus den auf dem Handy gespeicherten fremden Schlüsseln über ein sehr kompliziertes Verfahren die betroffenen Kontaktpersonen herausgerechnet. Auch das passiert anonym.

Alle Kontaktpersonen, die auch über die App verfügen, bekommen dann über sie mitgeteilt, dass sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Und natürlich sollten sie sich dann auch schnellstens testen lassen.

Installation lohnt sich

Ein Problem gibt es dennoch. Noch sind nicht alle Corona-Testlabore angeschlossen und können einen entsprechenden Code bei einer Infizierung erzeugen. Wer ein solches Labor erwischt hat, müsste sich bei einer Hotline melden, damit das Ergebnis in das Warn-App-System eingepflegt wird. Dabei geht natürlich Anonymität verloren. Das wird von Datenschützern kritisiert, aber bis zum Start sollten alle Labore angeschlossen sein.

Für unseren hr-Experten Tobias Klein lohnt sich die Installation der App allein schon deshalb, weil damit die Bekämpfung und Eindämmung der Pandemie erleichtert wird.

Welche Corona-App sollte ich im Urlaub nutzen?

Wer in den Sommerferien ins Ausland reist, der sollte bei der Nutzung der Corona-App die folgenden Tipps beachten:

  • Die Corona-App aus Deutschland kann nicht parallel zu anderen Tracing-Apps aus dem Urlaubsland genutzt werden, da immer nur jeweils eine App auf die so genannte Tracing-Schnittstelle zugreifen kann.
  • Ausnahme sind Länder wie Frankreich oder Norwegen, da die Daten hier zentral gespeichert werden (und die App somit die Daten nicht nur auf dem Handy des/der Nutzer*in speichert, sondern auf einem zentralen Server)
  • Die Apps in Europa können nicht miteinander kommunizieren, daher ist es für Reisende, die sich häufig unter Einheimischen aufhalten, sinnvoll, sich die jeweilige offizielle! App des Reiselandes zu installieren (und die deutsche App für die Dauer des Urlaubs zu deinstallieren)
  • Wer beispielsweise auf einem Campingplatz/in eine Hotelanlage reist, wo sich fast ausschließlich deutsche Urlauber*innen aufhalten, der sollte besser die deutsche Corona App nutzen.
  • Die offizielle App finden Sie in den jeweiligen App-Stores. Am besten vor Reiseantritt nach dem korrekten Namen der App schauen.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 12.06.2020, 10:00 Uhr

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