Pinocchio mit der langen Nase

Sprichwörtlich haben Lügen kurze Beine. Doch leider ist es nicht so einfach, sie daran zu erkennen. Aber jeder sendet beim Lügen Signale, die ausgesprochene Unwahrheiten als solche enttarnen, wie unser Experte verrät.

Christian Morgenweck aus Tann in der Rhön beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Thema Lüge. Er verrät, wie man eine Lüge erkennen kann.

Verräterische Körperreaktionen

Wenn wir lügen, zeigen wir das sehr oft durch Reaktionen unseres Körpers. Denn lügen ist für uns Arbeit. Das Gehirn muss sich anstrengen, eine Geschichte zu erfinden. Es wird überfordert. Daraus entsteht dann Stress. Darauf reagiert man mit Beruhigungsgesten, beispielsweise streicht man sich durchs Haar, fasst sich in den Nacken oder reibt sich die Hände. Die Bewegungen des Körpers wirken auch eher hölzern.

Man kann sich sicherlich eine gewisse neutrale Körpersprache antrainieren, Politiker sind oft so geschult, doch im Prinzip reagieren Gehirn und Körper instinktiv und verraten so doch die Lüge.

Sprechrythmus verrät auch Lügen

Zwar können wir denken und reden, doch ist das Hirn zu sehr beschäftigt, machen wir Sprechpausen oder füllen diese Momente mit Lauten wie "Ähhhhhh" oder "Ääähmmmm" auf. Damit verschaffen wir dem Denkapparat die nötige Zeit, aber es sind halt auch verdächtige Anzeichen, dass eine Lüge hinter der dann folgenden Aussage steckt.

Allerdings muss nach so einer Reaktion immer eine Lüge stecken, manchmal sucht man ja wirklich nur nach dem richtigen Gedanken oder dem passenden Wort.

Sendung: hr4, Mit hr4 in den Feierabend, 22.01.2019, 16:05 Uhr

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