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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hefe selbst herstellen

Hefe

Wenn man spontan einen Hefekuchen backen will, aber keine Hefe im Haus hat, hat man Pech. Dann kann man an diesem Tag nicht backen, aber Hefe lässt sich durchaus übernacht selbst machen. Wir stellen drei Methoden vor.

Zur Herstellung von eigener Hefe gibt es drei Möglichkeiten: aus vorhandenen Heferesten, aus Weißbier und aus Obst.

Aus Heferesten

Zutaten

  • 1/2 Päckchen Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • 100 g Mehl (Weizen oder Dinkel)

Die Zutaten werden gemischt und über Nacht an einem warmen Ort (ideal sind zwischen 28 und 35 Grad Celsius) gehen lassen. Am nächsten Tag kann man sie dann in Portionen formen. Gut eignet sich eine Eiswürfelform dafür. Damit kann man die Hefe auch im Kühlschrank einfrieren. Aus so einer Portion lässt sich wieder eigene Hefe züchten.

Aus Weißbier

Zutaten

  • 100 g lauwarmes Hefeweizenbier (am besten naturtrüb)
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Mehl (Weizen oder Dinkel)

Die Zutaten werden gemischt. Am einfachsten ist es, eine vorher steril gemachte Flasche oder Einmachglas auf eine Küchenwaage zu stellen und dann die Zutaten einzufüllen. So lässt sich auch die Biermenge gut bestimmen. Anschließend wird das Gefäß gut verschlossen und geschüttelt, bis sich Zucker und Mehl gelöst haben. Dann über Nacht an einen warmen Ort stellen. Am nächsten Tag ist die Hefe schon einsetzbar. Sie ist die schnellste Möglichkeit.

Aus Obst

Zutaten

  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 4 EL Rosinen/2 Datteln (ungeschwefelt)
  • 1 EL Zucker

Eine Flasche oder Einmachglas (Füllmenge mindestens 750 ml) sterilisieren. Die Zutaten hineingeben, gut schütteln und mit dem Deckel abdecken und eine Woche an einen warmen Ort stellen. Täglich zweimal gut schütteln, dabei immer wieder den Deckel abnehmen und überschüssige Gase ablassen. Gleichzeitig dient das auch als Geruchs- und Sichtkontrolle. Denn die das Hefewasser kann schimmeln. Auch wenn es nicht nach Hefe, sondern nach faulen Eiern riecht, ist der Versuch leider missglückt und die Flüssigkeit muss entsorgt werden.

Bei allen den letzten beiden Methoden gilt, dass das Hefewasser von der benötigten Menge Flüssigkeit des Teigs abgezogen werden muss. Außerdem sollte man dem Teig länger Zeit zu gehen geben. Bei schwereren Hefeteigen, beispielsweise einem Hefezopf, kann das Ergebnis vielleicht nicht ganz an das Original mit echter Hefe heranreichen. Leichte Teige, wie Brötchen- oder Pizzateig funktionieren damit sehr gut.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 07.04.2020, 10:00 Uhr

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