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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Vor Stechmücken schützen

Eine Mücke auf der Haut

Mücken lieben Schweiß, Duftstoffe und nackte Füße. Hier erfahren Sie, wie Sie sich schützen und warum der Mythos vom "süßen Blut" ein Märchen ist.

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Das schützt vor Mückenstichen

  • Der Geruch von Schweiß zieht Mücken an. Duschen Sie den Schweiß frühzeitig ab
  • Duftstoffe in Duschgels, Seifen oder Shampoos können Mücken anlocken - parfümfreie, neutrale Pflegeprodukte sind eine Alternative
  • Mücken lieben nackte Füße
  • Wer Reis isst, zieht Mücken an – Kohl soll Mücken fernhalten
  • Ätherische Öle von Zitrone, Lavendel, Minze oder Basilikum halten Mücken auf Abstand, schützen aber nicht zuverlässig
  • Weite, luftige Kleidung bietet einen besseren Schutz, enganliegende Kleidung kann durchstochen werden
  • Dunkle Kleidung wirkt auf Mücken anziehender als helle
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Fatal: wenn Mücken einen gut riechen können

Mückensummen: Dieses Geräusch geht manchen Hessen durch Mark und Bein. Nämlich denen, die ständig gestochen werden. Und dabei ist es ganz egal, ob sie mit kurzen Hosen rumlaufen oder einfach nur eine Nacht mit einer Mücke im Schlafzimmer verbringen. Auch wenn diese Erklärung weit verbreitet ist: Das mit dem süßen Blut ist ein Mythos. Worauf Mücken besonders fliegen, ist CO2 – und das stößt jeder von uns beim Atmen aus. So können uns die Blutsauger auf 30 Meter Entfernung riechen. Wer gerade aufgeregt ist, oder Sport treibt, atmet mehr CO2 aus und wird attraktiver für Mücken. Auch der Geruch des Atems ist für Mücken interessant. Wer Reis gegessen hat, lockt Mücken eher an, als jemand, bei dem Kohlgemüse auf dem Speiseplan stand.

Mücken lieben warme Körper

Damit man nicht mehr ganz so anziehend riecht, kann man die Haut mit ätherischen Ölen einreiben – oder mit Mückenschutzmitteln. Das hilft einige Stunden. Knoblauch hat dagegen keinen Effekt auf Mücken – auch wenn sie kleine Vampire sind. Dann schon eher eine kühle Dusche, denn: Mücken lieben warme Körper. Dazu Prof. Dr. Sven Klimpel, vom "Biodiversität und Klima Forschungszentrum" der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität Frankfurt: "Ich vergleich das immer gern mit einem Sportler, der gerade fix und fertig ist, und einer Person, die aus dem Kühlhaus kommt und ein Eis schleckt. Da ist der Sportler für die Mücke attraktiver als der mit der kühleren Hautoberfläche."  

Abwehr-Kleidung sollte hell sein

Bier trinken ist auch nicht ratsam, wenn Mücken in der Nähe sind. Denn offenbar fliegen die kleinen Plagegeister Biertrinker besonders gern an. Warum, das hat die Forschung noch nicht rausgefunden. Wer auf's Biertrinken im Freien nicht verzichten will, der sollte wenigstens die richtige Kleidung tragen: "Prinzipiell ist es gut, luftige, lange Kleidung zu tragen, wo die Mücke nicht durchstechen kann." Und auch die Farbe der Kleidung ist nicht ganz unerheblich: Am liebsten setzen sich Mücken auf dunkle Flächen, haben Studien herausgefunden. Die perfekte Abwehr-Kleidung sollte also hell sein.  

Eiswürfel helfen, wenn's passiert ist

Und wenn man doch gestochen wird? Da scheiden sich die Geister. Ganz schlecht ist Kratzen! Was hilft ist das Kühlen mit Eiswürfeln. Das lindert vor allem auch die Schwellung. Ansonsten schwören viele auf die folgenden Tipps.

Weitere Tipps

  • Um gegen Mückenstiche vorzugehen eignen sich Gänseblümchen – der Saft aus den Blümchen lindert den Juckreiz und beruhigt die Haut.
  • Auch Meerrettich kann helfen, der ist antibakteriell und fördert die Durchblutung.
  • Natürlich auch der Klassiker, die Zwiebel, die auch bei anderen Stichen – Wespe, Biene etc. hilft.
  • Und auch der Saft des Spitzwegerichs hilft, die Einstichstelle zu beruhigen und den Juckreiz zu lindern.
  • Salzwasser auf die juckende Stelle ist auch ein altes Hausmittel.
  • Andere schwören auf die Wirkung von Essig.
  • Was nicht, wie viele annehmen, nur einen Placeboeffekt hat, ist der Speichel. Zum einen praktisch, da er immer vorhanden ist, zum anderen kühlt und mildert er den Juckreiz, sobald er auf der Haut trocknet.
  • Eine weitere Möglichkeit, den Juckreiz zu vermindern, sind Gels, Cremes und Salben. Diese kühlen die Haut und lindern mit einem antiallergischen Wirkstoff das Jucken. Nicht rezeptpflichtig und praktisch für unterwegs!
  • Und noch ein Tipp: Schnaps hilft auch – aber nicht getrunken, sondern auf die Stelle verteilt, wo die Mücke gestochen hat.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 20.08.2019, 9:45 Uhr

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