Eine Frau kratzt die Autoscheibe frei

Frieren im Winter die Autoscheiben zu, heißt es Eiskratzen - aber nicht irgendwie: die Scheiben sollen ja nicht zerkratzen. Außerdem haben wir Tipps, wie Sie angefrorene Scheibenwischer befreien und einen feuchten Innenraum vermeiden.

Beim Befreien der Scheiben kann es durch falsche Hilfsmittel und falsches Kratzen zu großen Schäden kommen.

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Die beliebtesten Fehler

  • EC-Karten oder CD-Hüllen: Werden gerne zum Scheiben-Kratzen zweckentfremdet. Das kann man nur raten: Besser nicht! die EC-Karten sind viel zu weich und können kaputt gehen. Mit der CD-Hülle kann man die Autoscheibe empfindlich zerkratzen. Außerdem besteht Verletzungsgefahr an den Händen, wenn das Plastik der Hülle beim Kratzen zerbricht.
  • Heißes Wasser zum Enteisen: Bloß nicht! Wegen des großen Temperaturunterschieds kann es zu Rissen in der Scheibe kommen.
  • Kratzen bei verschmutzten Scheiben: Das ist nicht empfehlenswert. Denn sind unter der gefrorenen Eisschicht Sand oder Steinchen, so können diese beim Kratzen zu Kratzern im Glas. Deshalb die Scheiben immer möglichst sauber halten und die Wisch-Wasch-Anlage vor längerem Abstellen benutzen
  • Motor laufen lassen: Beim Scheibe frei kratzen den Motor laufen lassen ist verboten: In Paragraf 30 der StVO heißt es: "Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen". Bußgeld bei Nichtbeachtung: 10 Euro.
  • Nur ein Guckloch freikratzen: Mit vereisten Autoscheiben zu fahren ist kein Kavaliersdelikt: Wer nur ein Guckloch freikratzt und dabei erwischt werden, dem drohen laut Straßenverkehrsordnung (StVO) 10 Euro Bußgeld. Kommt es wegen der eingeschränkten Sicht zu einem Unfall, kann es für die Autofahrer richtig teuer werden.
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Die richtige Kratz-Technik

Das Eis auf Front- und Heckscheibe sollte man systematisch abkratzen: Also nicht wild hin- und herkratzen, sondern in einem flachen Winkel vom Rand zur Mitte, von oben nach unten – und das mit sanftem Druck. Dabei immer Abstand zu den Dichtungsgummis halten, damit diese nicht aus Versehen mit dem scharfkantigen Kratzer beschädigt werden. Schnee sollte man vor dem Kratzen mit einem Handfeger an die Seite schieben.

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Enteister-Sprays

Wenn gar nichts hilft: Sprays mit hohem Alkoholanteil auf Glykol-Basis enteisen die Scheibe schnell – aber nicht gerade umweltfreundlich.

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Wer das Eiskratzen auf ein Minimum einschränken möchte, der sollte mit einer reißfesten Spezialfolie mit Flügeln vorbeugen.
Pappe ist keine Alternative: Sie kann durchweichen und festfrieren! Und dann ist das Kratzen eine echte Herausforderung. Ein Parkplatz am Gebäude kann auch vereiste Scheiben verhindern: Wenn man den Wagen mit der Windschutzscheibe zur Hauswand hin abstellt.

Festgefrorene Scheibenwischer befreien

Wenn es erst regnet und dann richtig kalt wird kann es passieren, dass die Scheibenwischer festfrieren. Dann ist Fingerspitzengefühl gefragt – und bloß keine rohe Gewalt. Am besten von oben vorsichtig auf die Wischer drücken.

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Tütenschutz für Spiegel

Die Außenspiegel entweder einklappen oder einen Gefrierbeutel darüber ziehen, damit sie nicht zufrieren und man morgens freie Sicht hat.

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Dann bricht das Eis und man kann die Scheibenwischer nach oben klappen. Niemals an den Wischblättern ziehen und auf gar keinen Fall die Scheibenwischer betätigen! Wischerblätter sind äußerst empfindlich und teuer.  

Feuchter Innenraum

Bildet sich nachts Eis im Wagen, dann ist zu viel Feuchtigkeit im Innenraum. Vor allem nasse Fußmatten sind der Grund für den vereisten Innenraum. Man sollte die Fußmatten im Keller trocknen und erst trocken wieder ins Auto legen. Sind Dichtungen oder Kabel Grund für die Feuchtigkeit, dann hilft nur der Besuch in der Werkstatt.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 03.12.2019, 06:00 Uhr

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