Mais in Alufolie
Es muss nicht immer Folie sein, wie hier im Bild: Mais lässt sich auch im eigenen Blatt grillen. Bild © Colourbox.de

Frischhaltefolie im Backofen? Keine gute Idee! Alufolie hält den heißen Temperaturen zwar stand, schadet aber der Umwelt. Was kann man also stattdessen verwenden? Mit unseren Tipps geht es ganz ohne Folie.

Sechs Alternativen zur Frischhaltefolie

  • Tontopf / Römertopf: Ist am besten für die Aufbewahrung von Brot oder Gebäck geeignet. Im Gegensatz zur Folie schimmelt das Brot nicht so schnell und Kekse bleiben länger weich.
  • Wachspapier: Wie die Frischhaltefolie auch, eignet es sich, um Gefäße abzudecken - denn Wachs klebt gut an glatten Oberflächen. Einschlagen kann man darin besonders gut Gemüse, wie zum Beispiel angeschnittene Gurken, aber auch Wurst und Käse. Zu kaufen gibt es die Tücher mit Bienenwachs im lokalen Bio- oder Unverpackt Laden oder auch im Internet.
  • Frischebeutel für Salat: Schlappen Salat und schrumpelige Radieschen kann man am besten mit einem Frischebeutel verhindern. Er lässt zwar die Luft durch, hält aber gleichzeitig genügend Feuchtigkeit beim Gemüse und erzeugt so ein optimales Klima. ( Erhältlich von Zielonka aus Baumwolle, bei ProIdee aus Mikrofaser oder auch beim Umweltversand Waschbär)
  • Einmachglas/ Vorratsglas mit Gummiring: Darin kann man nicht nur Marmelade einmachen, sondern auch Reste vom Vortag oder Overnight Oats (über Nacht eingeweichte Frühstücksflocken: wie Hafer-, Weizen- oder Hirseflocken) lagern. Oder auch Soßen auslaufsicher und luftdicht aufbewahren.
  • Butterbrotpapier/ Backpapier: Das nächste Sandwich oder Pausenbrot einfach statt in Folie, in eine Brottüte aus Butterbrotpapier geben. Wer keine Tütchen hat, kann das Pausenbrot auch in einem Stück Backpapier einwickeln, das hält genauso frisch.
  • Teig ohne Frischhaltefolie gehen lassen: Die Folie soll das Austrocknen des Teiges verhindern. Als Ersatz gibt es mehrere Optionen: Das Wachspapier (siehe oben), ein sauberes Küchentuch, leicht angefeuchtet, oder eine Schüssel mit Teller als Deckel können die Folie ersetzen.

Drei Alternativen zur Alufolie

  • Mais- oder Bananenblätter: Nicht nur umweltschonender als Alufolie, sondern auch dekorativer sind die getrockneten Blätter. Die Vielseiter bekommt man in den meisten Asia-Läden. Einfach vorher in Wasser etwas einweichen, Fisch oder Gemüse darin einwickeln und dann auf den Grill legen oder in den Ofen schieben.
  • Backpapier kann ebenso verwendet werden. Hier ist aber Vorsicht geboten! Diese Methode ist nur für den Ofen geeignet, da sonst Brandgefahr besteht. Denn auch Backpapier kann Feuer fangen.
  • Grillschalen und Körbe aus Edelstahl bieten eine langlebige Alternative zur Einmal-Alu-Schale. Die schwarz lackierten Stahlkörbe sollte man vor der Benutzung mit etwas Öl bestreichen. Dann kann man immer wieder darin Grillgut garen. Zusätzlich kann man sie natürlich auch im Ofen für Pommes nutzen.
Frischhaltefolie schützt Obst und Käse
Käse und Obst lassen sich auch mit einem sauberen Handtuch abdecken. Bild © pixabay.com

Was packe ich in Frischhaltefolie und was in Alufolie?

Alufolie sollte nicht für säure- oder salzhaltige Lebensmittel verwendet werden, da diese mit Säure reagiert. Alufolie hat allerdings den Vorteil dass sie die Lebensmittel auch lichtdicht verpackt und so ist zum Beispiel Parmesankäse bestens in Alufolie aufgehoben. Darüber hinaus kann man Alufolie für den Ofen oder Grill verwenden- Frischhaltefolie nicht, da sie schmelzen würde. Frischhaltefolie verträgt sich aber mit nahezu jedem Lebensmittel. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie an glatten Oberflächen haftet und so sehr gut versiegelt. Nachteil ist die Hitzeverträglichkeit. Wenn Lebensmittel also erwärmt werden müssen, sollte man besser zu Alufolie greifen (Ausnahme: Mikrowelle.)

Weitere Informationen

Das sollten Sie über Alu- und Frischhaltefolie wissen

Was ist schädlicher für die Umwelt - Alu- oder Frischhaltefolie?
Sowohl bei der Alufolie als auch bei der Frischhaltefolie können Bestandteile auf die Lebensmittel übergehen. Bei der Alufolie können das Aluminiumpartikel sein, bei der Frischhaltefolie könnten die Weichmacher den Weg ins Essen finden.
Also beides nicht optimal. Allerdings ist die Alufolie weit umweltschädlicher als die Frischhaltefolie, denn beim Abbau von Aluminium entsteht Rotschlamm. Dieser enthält stark ätzende Natronlauge, Eisenoxid, Titanoxid und je nach Zusammensetzung des ursprünglichen Bodens Arsen, Chrom oder Quecksilber.

Wie recycle ich die Folien richtig?
Sowohl Alu- als auch Frischhaltefolie gehören nach der Benutzung in den Gelben Sack. So können sie recycled werden und werden nicht mit dem Restmüll verbrannt.

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