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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sagen Gewittertierchen Gewitter voraus?

Gewittertierchen auf eine Blüte

Man sieht sie in der Regel nur, wenn es schwül draußen ist: Gewittertierchen. Ihrem Namen werden sie somit durchaus gerecht, aber dabei entwickeln sie sich zu einer Plage, wenn sie in Scharen auftreten.

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Der lateinische Name lautet Thysanoptera. Sie gehören zur Gattung der Fransenflügler, werden aber auch Thripse, Blasenfüßer, Gewitterfliegen, Gewitterwürmchen oder Flimmerchen genannt.

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Gewittertierchen, in der Fachsprache Thripse genannt, gehörten zu den Fransenflüglern. Die großen Flieger sind sie nicht, sie nutzen die sommerliche Thermik aus und steigen dann in größere Höhen. Man hat also wenig mit ihnen zu tun. Ändert sich aber die Wetterlage und es wird schwül, wie es vor Gewittern oft der Fall ist, dann werden sinken sie nach unten in die "Welt der Menschen". Hier nutzen sie dann alles zum Landen, auch Menschen.

Grund dafür ist die Veränderung des elektrischen Feldes in der Luft. Das passiert allerdings dann, wenn das Gewitter auch so schon ersichtlich ist. So richtig kündigen die Insekten also das Unwetter nicht an.

Helle Farben locken

Wenn die Fransenflügler, von denen es mehrere Hundert Unterarten gibt, dann nach unten sinken, sind helle Sache und vor allem blau beliebe Landeobjekte. Wobei der Wind halt auch noch eine Rolle spielt, wo sie landen. Aufgrund ihrer Größe von wenigen Millimetern sind Fliegengitter in der Regel auch kein großes Hindernis für sie. In der Wohnung zieht sie helle Kleidung an.

Wenn sie über die Hautkrabbeln, kitzelt es leicht, das liegt an etwas, was bei Menschen unangenehm, aber für Gewittertierchen wichtig ist: Blasen an den Füßen. Sie haben kleine Hautbläschen an den Füßchen, um sich besser festhalten zu können. Mit ihren Mundwerkzeugen können sie auch die Haut durchbeißen. Die Bissstelle ähnelt Mückenstichen, aber sie saugen kein Blut.

Sie lieben blau

Auch Pflanzen werden von ihnen gerne befallen. Draußen reicht es, sie mit Wasser abzuspritzen. Bei stärkerem Befall kann auch Seifenlauge verwendet werden oder man hängt blaue Leimtafeln auf. Blau zieht sie magisch an. Ansonsten lassen sie sich aber auch einfach mit einem feuchten Microfasertuch abwischen. Ist die Anzahl zu groß, kann man auch schwerere Geschütze wie einen Staubsauger auffahren.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 07.07.2020, 10:00 Uhr

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