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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ausreichend Nahrung und Getränke vorhalten

Regal mit Vorräten

Wir wollen keine Panik schüren und zu Hamsterkäufen aufrufen. Im Prinzip sind viele sicherlich auch schon ausreichend gut vorbereitet und haben eine größere Mengen an Essen und Trinken im Haus.

In der Regel hat jeder Zuhause einen gewissen Vorrat an Nahrungsmitteln. Damit kommt man schon einige Tage über die Runden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe raten, sich entsprechend auf Notfälle vorzubereiten.

Hier die wichtigsten Tipps:

  • die Vorräte sollten für 10 Tage reichen
  • 20 Liter Getränke (Wasser, Fruchtsäfte) pro (erwachsene) Person (1,5 l Flüssigkeit/Tag) einplanen
  • das Wasser sollte nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen benutzt werden können
  • Nahrungsmittel sollten sich auch halten, wenn der Strom weg ist, also nicht nur auf Tiefkühlkost setzen
  • die Nahrung sollte auch ungekocht essbar sein
  • um bei Strom- oder Gasausfall kochen zu können, ist ein Campingkocher mit Gaskartusche hilfreich
  • bei den Lebensmitteln immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum schauen und sie regelmäßig austauschen und die frischen Sachen immer nach hinten stellen
  • bei den Nahrungsmitteln auch auf Besonderheiten achten: Vegetarier, Diabetiker, Allergiker und Babys brauchen auch einen entsprechenden Vorrat
  • wer Haustiere hat, muss auch an deren Versorgung denken
  • ganz wichtig: Machen Sie bei den Vorräten keine Experimente und lagern Sie nur solche Sachen ein, die Sie auch normal essen und trinken!

Es gibt auch im Internet entsprechende Angebot für Notfallnahrung, die mehrere Jahre haltbar ist, beispielsweise die bekannten EPAs (Einmannpackungen) der Bundeswehr. Wer sich solche Lebensmittel zulegen möchte, sollte sie vorher auf Geschmack und Verträglichkeit testen. Für den Normalfall ist vielleicht etwas übertrieben.

Hilfe mit Checklisten

Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gibt es auch eine Checkliste, welche Sachen man vorrätig haben sollte, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Sie lassen sich in sechs Gruppen einteilen:

  • 3,3 kg Getreideprodukte (Haferflocken), Brot (Vollkornbrot, Knäckebrot, Zwieback), Nudeln, Reis und Kartoffeln
  • 4 kg Gemüse in Konserven (grüne Bohnen, Erbsen und Möhren, Sauerkraut, Pilze)
  • 2,5 kg Obst (Kirschen, Birnen oder Ananas in Konserven, Rosinen, Haselnusskerne, aber auch frisches Obst wie Äpfel und Bananen)
  • 20 l Getränke (Mineralwasser, Zitronensaft, Kaffeepulver/Instantkaffee, schwarzer Tee)
  • 2,5 kg Milchprodukte (Milch, Hartkäse)
  • 1,1 kg Fleisch, Wurst und Fisch in Konserven sowie 5 Eier - Vegetarier ersetzen das Fleisch und die Wurst durch entsprechende Ersatzprodukte
  • 330 g Fette und Öle

Diese Mengen gelten für einen Erwachsenen für 10 Tage. Und natürlich ist es jedem selbst überlassen, die einzelnen Produkte seinen eigenen Bedürfnissen anzupassen. Bei Kindern rechnet man mit 1 Liter Wasser pro Tag, bei älteren Menschen mit 2 Litern.

Ergänzend dazu kann man sich natürlich auch mit Fertiggerichten (beispielsweise die beliebten Ravioli), Marmelade, Zucker, Jodsalz, Schokolade oder Salzstangen eindecken. Wer einen eigenen Garten hat, hat auch sicherlich Gemüse und Obst eingemacht. Auch das zählt natürlich zum Vorrat für Notfälle und ist in der Regel länger haltbar.

Bevor man jetzt überstürzt in den nächsten Supermarkt rennt und entsprechende Lebensmittel kauft, sollte man zuerst mal die vorhandenen Vorräte überprüfen und schauen, was fehlt, wovon man noch etwas mehr braucht. Und es ist wichtig, dass man auch regelmäßig aufs Haltbarkeitsdatum schaut und immer mal wieder alte gegen neue Lebensmittel austauscht.

Denn eines ist auch klar: Es sollte hierbei zu keiner Lebenmittelverschwendung kommen. Und: Keine Panik und keine Hamsterkäufe!

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 27.02.2020, 06:00 Uhr

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