Tabletten und Obst

Vitamine sind gesund und der Körper braucht sie. Damit werben viele Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln und man kann sich Vitamine in Kapselform zuführen. Aber braucht man das?

Erkältungsmitteln wird zusätzlich Vitamin C beigefügt und die Produkte damit erfolgreich beworben. Für Zellteilung, Blutgerinnung und Stoffwechselprozesse sind Vitamine unersetzlich. Doch fehlt es uns bei einigermaßen ausgewogener Ernährung an Vitaminen? Nein. Die allermeisten Menschen in Deutschland nehmen mit dem, was sie essen, genügend Vitamine auf. Die natürlichen Lebensmittel enthalten genug davon und es gibt hierzulande bei den meisten Erwachsenen keinen Mangel.

Der Vitamin C-Tagesbedarf

Mit dem Zusatz von Vitamin C werden viele Lebensmittel beworben, aber auch z.B. Erkältungsmittel. Dabei kann man die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen rund 100 mg pro Tag ganz einfach in den Speiseplan integrieren: Zwei Kiwis oder eine rote Paprikaschote oder zwei Orangen oder eine große Portion Brokkoli oder Rosenkohl reichen aus. Sanddornsaft ist ebenfalls ein guter Vitamin C-Spender. Raucher haben übrigens einen erhöhten Bedarf.

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"Nimm 5 am Tag!"

Genießen Sie 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart oder gelegentlich auch als Saft oder Smoothie – zu jeder Hauptmahlzeit und als Zwischenmahlzeit: Damit werden Sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt und verringern das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten. Bevorzugen Sie saisonale Produkte.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

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Vitamin B - nur für Vegetarier und Veganer ein Thema

Tierische Lebensmittel

In der Werbung wird beispielsweise für Vitamin B 12 geworben, dass auch für die Blutbildung und Zellteilung gebraucht wird. Aber daran mangelt es normalerweise nicht, denn B 12 ist enthalten in Fleisch (besonders Leber), Eiern, Käse und Milch. Außerdem kann es gut im Körper gespeichert werden. Die B-Vitamine können bei strengen Vegetariern, Veganern und hochbetagten Menschen ein Problem sein, aber nicht beim Durchschnittsesser.

Vitamin D kommt tatsächlich manchmal zu kurz

Hering mit Zwiebeln

Beim Vitamin D ist es manchmal kritisch. Es ist unter anderem für Knochenaufbau und Knochenerhalt wichtig und für viele andere Nervenfunktionen. 90 Prozent der Frauen über 70 Jahre und 80 Prozent der älteren Männer erreichen nicht die empfohlene tägliche Zufuhr. Das hat zwei Gründe: Zum einen wird wenig Fisch gegessen. Gerade fetthaltige Fische wie Heringe, Lachs, Makrelen, Thunfisch und Sardellen sind gute Vitamin D-Lieferanten.

Zum anderen gehen viele Menschen in der kalten Jahreszeit nicht gerne vor die Tür. Denn eigentlich beugt der Körper dem Vitamin D-Mangel vor: Er produziert dieses so wichtige Vitamin bei genügend Sonnenlicht selbst, und zwar in der Haut. Wer selten Fisch isst und nicht jeden Tag eine halbe Stunde draußen ist, sollte den Vitamin D-Gehalt im Blut untersuchen lassen und wenn nötig, vom Arzt verordnete Vitamin D-Tabletten nehmen.

Sendung: hr4, hr4 am Nachmittag, 07.11.2019, 14:00 Uhr

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