Karotten, Tomaten und Paprika
Die Karotten, Tomaten und Paprika enthaltenen Vitamine und Antioxidantien können den natürlichen Sonnenschutzfaktor der Haut erhöhen. Bild © Colourbox.de

Kann man durchs Essen seinen Sonnenschutz verbessern? Ja, das geht. Einige Lebensmittel enthalten Inhaltsstoffe, die den natürlichen Sonnenschutzfaktor der Haut erhöhen, auch Schokolade gehört dazu. Aber das heißt nicht, dass man auf Sonnencreme verzichten kann.

Es gibt einige Lebensmittel, primär handelt es sich um Obst und Gemüse, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe den inneren Sonnenschutz verbessern. Wichtige Elemente sind hier Beta-Carotin, die Vitamine C und E sowie Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren. Diese Stoffe verbessern den hauteigenen UV-Schutz. Ob und wie gut der Sonnenschutz von innen wirkt, hängt vom jeweiligen Hauttyp ab.

Die wichtigsten Lebensmittel zur Stärkung der Haut sind: Tomaten, Möhren, Spinat, verschiedene Beeren, Lachs, Nüsse und - Schokolade!

Tomaten

Sie enthalten einen Stoff, der in wenigen Lebensmitteln zufinden ist: Lycopin. Dieses Antioxidans fängt so genannte schädliche freie Radikale ein und macht sie unschädlich. Lycopin fördert den UV-Schutz der Haut und senkt etwas das Risiko durch Sonnenbrand. Allerdings ist das Lycopin besser verträglich, wenn es aus wärmebehandelten Früchten stammt.

Tomatensaft, -püree oder -soße enthalten mehr davon, als die rohe Frucht. Sogar Ketchup (wir haben ein leckeres Rezept von Mario Kotaska) ist guter Lycopin-Lieferant. Am höchsten ist das Vorkommen aber in Tomatenpaste. Wenn man über einen längeren Zeitraum täglich etwas Tomatensaft trinkt, kann man den Sonnenschutz der Haut etwas verbessern. Eine ähnliche Wirkung zeigt auch rote Paprika.

Karotten

Sie sind einer der Hauptlieferanten von Beta-Carotin. Wie bei den Tomaten sorgen die Beta-Carotine für eine wirkungsvolle Pigmentierung der Haut und somit für einen gewissen UV-Schutz in der oberen Hautschicht. Ähnlich wirken auch andere orangefarbene Lebensmittel wie Paprika, Mango, Süßkartoffel oder Melone.

Lachs

Beim Lachs ist es nicht die rote Farbe, die ihn für den inneren Sonnenschutz interessant macht, es sind die Omega-3-Fettsäuren, die das Fleisch enthält. Sie wirken, wie schon gesagt, antioxidativ. Auch bei anderen Fischen wie Forellen oder Makrelen sind die guten Fettsäuren in höherem Maße enthalten.

Spinat

Auch wenn der Spinat grün ist, enthält er doch einen hohen Anteil an Beta-Carotin. Wenn beim Sonnenbrand freie Radikale entstehen, fangen die Antioxidantien diese wieder ein und berauben sie ihrer negativen Wirkung. Außerdem ist in Spinat auch noch eine große Menge Ascorbinsäure, besser als Vitamin C bekannt, enthalten. Die Säure ist wichtig für die Unterhaut, die aus Kollagen besteht, und Vitamin C zur Bildung braucht. Auch gegen die Hautalterung ist das die Ascorbinsäure ein wichtiges Mittel.

Beeren

Ähnlich wir Spinat wirken viele (im weitesten Sinne) Beerensorten: Schwarze Johannisbeeren, Sanddorn, Rote Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren oder Hagebutten enthalten einen hohen Anteil an Vitamin C. Im Vergleich zur Zitrone ist der Vitamin-C-Gehalt von 100 Gramm Sanddorn zehnmal höher.

Zusätzlich verfügen sie über Anthocyane, das sind Antioxidantien, die als innerer Sonnenschutz wirken und der Hautalterung vorbeugen. Auch beim Verzehr von Trauben und Kirschen werden größere Mengen Anthocyane aufgenommen.

Nüsse

An der These, dass Eichhörnchen keinen Sonnenbrand bekommen, weil sie viele Nüsse essen, ist natürlich nichts dran. Aber Nüsse sind reich an Vitamin E. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein starkes Antioxidans, das freie Radikale ausschaltet, die nach einem Sonnbrand entstehen. Das Vitamin ist auch in Nussölen sowie anderen pflanzlichen Ölen (beispielsweise Olivenöl, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl oder Distelöl) enthalten. Wer damit kocht, tut also etwas für den Sonnenschutz von innen.

Schokolade

Wer also jetzt eine Tafel mehr isst, kann das mit den Flavonoiden und Flavonolen begründen. Diese Art von Antioxidantien sind im Kakao enthalten und auch sie schützen die Haut vor freien Radikalen. Damit verlangsamen sie die Hautalterung. Weitere Studien sprechen davon, dass die auch die Faltenbildung reduzieren. Allerdings sollte man jetzt nicht wie wild Schokolade futtern, es kommt auch noch auf die richtige Sorte an. Entscheidend ist der Kakao-Anteil: je höher, desto besser ist die Wirkung. Das heißt aber jetzt nicht, dass man täglich eine Tafel verputzen sollte.

Fazit

Zahlreiche Lebensmittel sorgen also mit ihren Inhaltsstoffen für einen besseren eigenen Sonnenschutz der Haut. Antioxidantien wie Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E oder Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf den natürlichen UV-Schutz unserer Haut aus. Und wenn es doch mal zum Sonnenbrand kommt, fangen sie die freien Radikalen ein, schalten sie aus und sorgen für eine innere Reparatur der durch die Sonne zerstörten Haut.

Weitere Informationen

Mehr zum Thema

Ende der weiteren Informationen

Wer sich aber nur alleine auf die Wirkung dieser Lebensmittel verlässt, darf sich bei einem längeren Aufenthalt nicht über einen schmerzhaften Sonnenbrand wundern. Das Eincremen ist auch weiterhin notwendig, wenn man ungetrübt die Sonne genießen will.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 24.07.2018, 06:05 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit