Nähmaschine

Der Lockdown lässt ja bei vielen alte Hobbys wieder aufleben. Vielleicht wollen Sie auch wieder die Nähmaschine mal wieder anwerfen. Wenn die nach längerer Pause etwas schwergängig ist, lässt sie sich mit einfachen Mitteln wieder in Schwung bringen.

Unser Experte, Elektromeister Rudolf Lehmkuhl aus Dautphetal, kennt sich auch mit Nähmaschinen aus. Wenn sie länger stehen, brauchen die mechanischen Teile oft nur etwas Öl, dann rattert alles wieder wie neu. Aber Öl ist nicht gleich Öl!

Denn oft sind die mechanischen Teile einfach nur verharzt. Das kommt von dem Öl, das früher verwendet wurde. Also erst einmal die Teile von dem alten Öl befreien und mit einem Entharzungsmittel reinigen. Anschließen werden sie mit einer feinen Spritze - holt man sich am besten in der Apotheke - neu geölt.

Rudolf Lehmkuhl rät, kein spezielles Nähmaschinenöl zu nehmen. Er bevorzugt ein reines Öl ohne Harzrückstände. Sonst wiederholt sich der Prozess und die Maschine wird wieder schwergängig. Dabei muss man natürlich auch ins Innere der Nähmaschine schauen und auch dort alle beweglichen Teile reinigen und mit einem Tröpfchen frischem Öl versehen.

Kondensatoren in der Regel überflüssig

Ältere Nähmaschinen haben oft noch Kondensatoren, die aber nur der Entstörung dienen. Am Motor und am Fußpedal sind oft welche verbaut. Sind sie kaputt, kann man sie austauschen, wenn man entsprechenden Ersatz hat. Ansonsten, so Rudolf Lehmkuhl, kann sie auch einfach mit einer Zange rausknipsen, dann sollte die Maschine wieder laufen. Wem die Sache zu heikel ist, der sucht einen Fachmann auf und lässt die Reparatur von ihm durchführen.

Mit diesen Tipps von Rudolf Lehmkuhl sollte die Nähmaschine wieder laufen und der Kreativität nichts mehr im Wege stehen.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Samstagmorgen in Hessen, 16.01.2021, 06:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit