Haarentfernung mit dem Rasierer
Glatte Beine gewünscht? Wir haben Alternativen zur Nassrasur. Bild © Model Foto: Colourbox.de

Nicht nur im Intimbereich und an den Beinen ist Haarentfernung ein Thema. Wir stellen Ihnen unterschiedliche Methoden vor und haben ein Rezept für Sugaring-Paste ausprobiert.

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Übersicht

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Sugaring

So funktioniert es: 8 Teile Zucker mit je einem Teil Wasser und Zitronensaft mischen.
Kosten: Mit normalen Haushaltszutaten selbst herzustellen. Im Kosmetikstudio kommt es ganz auf die Körperstellen an, die enthaart werden sollen.
So lange bleibt die Haut glatt: Die Wurzeln werden nicht verödet, daher wachsen die Haare wieder nach. Nach 2 bis 4 Wochen können sich wieder die ersten kleinen Härchen zeigen.
Geeignet für: Menschen, die geduldig ihre Haare erst wachsen lassen und dann nicht allzu schmerzempfindlich sind. Denn die Härchen werden in Wuchsrichtung mit einem Ruck ausgerissen.
Nicht geeignet für: Für Schmerzempfindliche
Mögliche Probleme: Hautirritationen, eingewachsene Haare

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Rezept für Sugaring-Paste

  • 1 Teil Wasser
  • 1 Teil Zitronensaft
  • 8 Teile Zucker

Alle Zutaten in einem Topf erhitzen, ständig rühren. Wenn es kocht, runternehmen und weiterrühren. Wird die Flüssigkeit wieder klar, zurück auf die Flamme stellen und immer so weiter. Nach 10 bis 15 Minuten karamellisiert der Zucker und wird braun. Die Masse in ein mikrowellentaugliches Gefäß geben. Vorsicht: sehr heiß! Etwas von der Paste durchkneten, flach auf die Haut streichen und mit der Wuchsrichtung abziehen. Die Haare sollten 3 bis 4 mm lang sein.

Fazit: Die Paste lässt sich einfach zu Hause herstellen. Man sollte allerdings genau auf das Mischungsverhältnis achten. Beim Auftragen vorsichtig sein, das ganze darf nicht zu heiß sein, sonst drohen Verbrennungen. Die Technik braucht etwas Übung. Wer sich eine Alternative zum Rasieren oder Epilieren wünscht, sollte Sugaring auf jeden Fall mal versuchen. Wer eine schnelle Methode zur Haarentfernung sucht, der greift besser auf die herkömmlichen Methoden zurück.

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Epilieren

So funktioniert es: Der Epilierer sieht aus wie ein elektrischer Rasierer, hat aber kleine Pinzetten, die sich öffnen und schließen. So zieht er die Härchen aus der Haut.
Kosten: Epilierer gibt es ab cirka 30 Euro. Je nach gewünschter Ausstattung (zusätzlicher Rasieraufsatz, Massagefunktion etc.) sind die Geräte deutlich teurer. Für den Anfang reicht ein einfaches Gerät.
So lange bleibt die Haut glatt: 2 bis 3 Wochen
Geeignet für: Menschen, die nicht ständig nachrasieren wollen und das Ziepen gut aushalten können.
Nicht geeignet für: extrem schmerzempfindliche Menschen. Gerade bei den ersten Anwendungen ziept es ganz schön. Es werden auch nicht immer alle Haare erfasst, die einzelnen Partien müssen also mehrfach bearbeitet werden.
Mögliche Probleme: Hautirritationen, eingewachsene Haare, Pickelchen

Nassrasieren

So funktioniert es: Mit einem Mehrweg- oder Einwegrasierer und Rasierschaum die gewünschten Stellen feucht rasieren.
Kosten: Beim Rasieren sind die Klingen das teure. Rasierschaum gibt es je nach Hersteller schon ab 1 Euro.
Tipp: Herrenrasierer kaufen. Die sind deutlich günstiger als die Produkte, die extra für Frauenhaut hergestellt werden. Einwegrasierer nicht zu oft verwenden, sonst leidet die Haut.
So lange bleibt die Haut glatt: Nicht sehr lange - cirka drei Tage. Das gilt übrigens auch für die Trockenrasur mit elektrischen Rasierern.
Geeignet für:  Menschen mit unempfindlicher Haut. Geeignet vor allem, wenn es schnell gehen muss. Praktisch auch im Urlaub. Nach der Rasur desinfizierende Cremes oder Lotions benutzen. Cremes mit viel Fett sind ungeeignet, da sie die Poern verstopfen.
Nicht geeignet für: Hastige, sonst gibt es blutige Beine.
Mögliche Probleme: Hautirritationen, eingewachsene Haare, Pickelchen

Enthaarungscreme

So funktioniert es: Die Inhaltsstoffe der Enthaarungscreme zerstören die Eiweiß- und Schwefelverbindung des Haares. Den Kontakt mit Schleimhäuten sollten Sie möglichst vermeiden.
Kosten: ab cirka 4 Euro
So lange bleibt die Haut glatt: Ähnlich wie beim Rasieren wachsen die Haare schnell wieder nach. Bei der Creme-Methode dauert die haarfreie Zeit immerhin bis zu sieben Tage an.
Geeignet für: Menschen, bei denen es schnell gehen soll und die mit einer Rasiererklinge nicht umgehen können.
Nicht geeignet für: Empfindliche Haut und Nasen - Enthaarungscreme hat einen sehr intensiven Geruch, den nicht jeder mag. Neue Cremes sind offenbar etwas besser verträglich, der Geruch ist aber nicht wegzudiskutieren.
Mögliche Probleme: Hautirritationen, eingewachsene Haare, Pickelchen

Alternativen: Waxing und Laserbehandlung

Waxing funktioniert ähnlich wie Sugaring. Nur hier wird mit einem Spezialwachs gearbeitet. Diese Methode wird vor allem in Kosmetik-Studios angeboten. Die Kosten für eine Haarentfernung - beispielsweise an beiden Unterschenkeln - belaufen sich auf 10 bis 15 Euro.

Eine weitere Alternative ist eine Laserbehandlung beim Kosmetiker oder auch mit entsprechenden Geräten (ab cira 200 Euro) zu Hause. Die Haarentfernung mit Lasertechnik ist übrigens für Menschen mit heller Haut und hellen Haaren nicht geeignet. Vor und nach der Behandlung sollte man außerdem nicht in die direkt Sonne gehen. Auch hier gilt: keine Methode kann versprechen, dass die Haare nicht mehr wachsen.

Sendung: hr4, Britta am Vormittag, 30.05.2018, 10:00 Uhr

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