Rhododendron
Rhododendren ziehen während der Blüte alle Blicke auf sich. Bild © Colourbox.de

Rhododendren gehören zu den Klassikern in unseren Gärten. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für eine gesunde und üppige Blütenpracht. Und gut zu wissen: Rhododendren sind giftig.

Mangel erkennen und Schädlinge fernhalten

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Rhododendron

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Pilzbefall beim Rhododendron

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Eingerollte Blätter
Ganz klar, der Rhododendron hat Durst.

Gelbe, schlaffe Blätter
Hier liegt ein Nährstoffmangel vor. Der kann auch auftreten, wenn ausschließlich mit Blaukorn gedüngt wird. In dem Fall lohnt sich der Kauf eines speziellen Rhododendron-Düngers.

Braune Knospen
Werden die Knospen plötzlich braun, dann liegt kein Mangel vor. Es ist ein Pilz und der wird übertragen durch die Rhododendron-Zikade, die den Rhododendron im September das Vorjahres heimsucht und den Pilz dann abgibt. Das lässt sich verhindern. Zum einen durch das Anbringen von Gelbtafeln ab Juli, es können auch Gelbtafeln für Kirschbäume verwendet werden. Und zum anderen könnte man ab August ein chemisches Mittel verwenden. Wer diese Möglichkeit für sich in Betracht zieht, sollte sich vor dem Produktkauf im Fachhandel gut beraten lassen. In jedem Fall aber ist Fleiß gefragt, denn die Sporenlager am Pilz entwickeln sich im Laufe des Frühjahrs. Deswegen sollte man die alten Knospen unbedingt entfernen, sogar ein oder zwei Zentimeter tiefer abschneiden. Die befallenen Knospen im Hausmüll entsorgen.

Angefressene Blätter
Man sieht es deutlich. Nicht für jeden ist der Rhododendron giftig. Der Gemeine Dickmaulrüssler - ein kleiner Käfer - hat die Blätter der Rhododendren ganz oben auf seiner Speisekarte und nagt sie bevorzugt an den Rändern an. Mit etwas Fleiß schafft man so Abhilfe: Umgestülpte Tontöpfe, die man nahe des Wurzelbereichs aufstellt, dienen dem Dickmaulrüssler als Unterschlupf. Einfach nach einiger Zeit die Käfer rausnehmen beziehungsweise absammeln. Die Larven des Dickmaulrüsslers lassen sich auf natürliche Weise mit Fadenwürmern - Nematoden - bekämpfen. Diese Fadenwürmer gibt es im guten Gartenfachhandel.

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Gut zu wissen: Rhododendren sind giftig!

Blüten, Nektar, Früchte und Blätter der Rhododendren sind giftig. Nicht bekannt ist die kritische Dosis, aber bereits ein Blatt oder eine Blüte können Krankheitszeichen verursachen. Symptome sind vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Brechreiz, Bauchschmerzen und Durchfall. In diesen Fällen muss ein Arzt konsultiert werden und man sollte für ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen.

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Standort, düngen, schneiden, Blüten entfernen

Standort
Halbschattig bis schattig, ausreichend feucht und einen sauren Boden mit einem pH-Wert um die fünf - das bevorzugen Rhododendren. Wer neu pflanzt, sollte das beachten und spezielle Rhododendron-Erde verwenden. Doch auch bestehenden Pflanzen kann man etwas Gutes tun, indem man eine etwa fünf Zentimeter dicke Torfschicht - oder alternativ Rindenmulch - aufträgt. Die Säure des Torfs zieht dann in den Boden ein. Torf hat zudem den Vorteil, dass die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird. Kalkhaltiges Leitungswasser mögen Rhododendren übrigens nicht so gerne. Gesammeltes Regenwasser ist optimal zum Wässern. Tipp: An heißen, sonnigen Tagen nicht direkt über die Blätter gießen, damit sie nicht verbrennen. Wässern sollte man am sehr frühen Morgen oder am Abend.

Düngen
Rhododendren haben nicht nur Durst, sondern auch Hunger. Wer reines Blaukorn zur Düngung verwendet, muss ausreichend wässern, da sonst Wurzelschäden entstehen können. Besser ist es daher, rein organischen oder mineralisch-organischen Dünger zu verwenden. Und das Ganze macht man vorzugsweise zweimal jährlich: Einmal im April, wenn das Wachstum nach der Winterpause wieder beginnt und erneut nach der Blüte. Dann legt die Pflanze ihre Energiereserven für die nächste Saison an.

Schneiden
Nur Mut! Rhododendren kann man beherzt zurückschneiden. Umso schöner werden sie wieder austreiben. Wann der Schnitt stattfinden sollte, da gehen die Meinungen der Experten auseinander. Schonend für die Pflanze soll der Schnitt vor der Blüte sein. Üppige Blütenpracht darf man dann allerdings erst im kommenden Jahr wieder erwarten. Andere Rhododendron-Kenner wiederum sagen, der Rückschnitt kann ebenso problemlos nach der Blüte erfolgen.

Blüten entfernen
Damit der Rhododendron seine Energie in das Treiben neuer Blüten stecken kann und nicht in das Bilden von Samen in den verwelkten Blüten, empfiehlt es sich, die verwelkten Blüten zu entfernen. Zudem sieht es schöner aus.

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Ihre Fragen an den hr4-Garten-Doc

Haben Sie Probleme im Garten? Lassen die Blumen die Köpfe hängen, muss ein Schattenfleckchen begrünt werden oder nimmt das Unkraut überhand? Vielleicht kann Ihnen unser Experte helfen.

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Sendung: hr4, Mein Morgen in Hessen, 19.06.2018, 9:45 Uhr

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