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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wie sieht es mit Desinfektionsmitteln in Arztpraxen aus?

Corona-Schutzmittel

Der Coronavirus breitet sich aus. Das führt bei vielen zu Angst und daraus resultieren Hamsterkäufe. Das ist allerdings nicht nötig, meint unsere Expertin. Außerdem sind Schutzmasken für Privatpersonen eher unnötig.

Der Coronavirus ist kein neues Problem. Solche Viren-Infektionen gab und gibt es immer wieder. Das - momentan - Neue ist, dass der Virus bisher unbekannt ist und es noch keine entsprechenden Gegenmedikamente gibt. Doch die sind auch nicht unbedingt nötig. Wer ansonsten gesund ist, übersteht eine Erkrankung auch so.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ihre Fragen zur Corona-Epedemie

Petrischale
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Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamts Kassel

Ein wichtiger Faktor zur Vermeidung ist, sagt unsere Expertin Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamts Kassel, die richtige Hygiene. Das heißt nicht, dass man sich mit Mundschutz und Desinfektionsmittel eindecken muss, es reicht, wenn man sich gründlich die Hände mit Seife wäscht. Mundschutz und Desinfektionsmittel sollten lieber die bekommen, die es brauchen: Ärzte, Krankenhäuser, Pflegedienste. Doch es gibt zur Zeit sogar Fälle, dass Desinkfektionsmittel aus Krankenhäusern gestohlen werden! Ein absolutes No-Go!

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zum hr1.de Video So waschen Sie Ihre Hände richtig

Hände waschen
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Risikogruppen sollten aufpassen

Gefährdet sind in der Regel auch nur die Personengruppen, die sich auch vor einer Grippe besonders schützen sollten: Menschen mit Vorerkrankungen. Dazu gehören Lungenkrankheiten, Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes aber vor allem auch ältere Menschen ab etwa 70 Jahren. Hier sollte eine größere Vorsicht gelten. Größere Menschenmassen sollten gemieden und zu erkälteten Personen ein größerer Abstand - etwa 2 Meter - gehalten werden.

Wenn man den Verdacht hat, an Corona erkrankt zu sein, sollte man NICHT in die Arztpraxis laufen und sich ins Wartezimmer setzen. Lieber von Zuhause anrufen und die Sympthome schildern. In der Regel kann man dann isoliert die Erkrankung dort überstehen, nur bei schwereren Fällen ist ein stationäre Unterbringung nötig.

Keine Angst vorm Verhungern

Normalerweise sollte auch eine zweiwöchtige Quarantäne in der eigenen Wohnung kein Problem sein. Zum einen haben viele sicherlich einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken im Haus, zum anderen gibt es die Möglichkeit, sich von der Familie, von Freunden und Nachbarn sowie Lieferdiensten versorgen zu lassen.

Bei den Fällen im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen haben sich beispielsweise sehr schnell Hilfsgruppen gebildet, die die Personen versorgt haben, die in Quarantäne waren bzw. noch sind. Auch das Rote Kreuz ist eine Hilfsoption. Außerdem steht man in täglichem Kontakt mit dem Gesundheitsamt, die bei den betroffenen Menschen anrufen. Auch sie können, wenn es nicht anders geht, bei der Vorsorgung helfen.

Einzige Voraussetzung: Man sollte den direkten Kontakt mit diesen helfen Personen vermeiden, solange die Quarantäne gilt. Ansonsten gilt auch: Achten Sie auf die Mitteilungen der Gesundheitsbehörden.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 03.03.2020, 06:00 Uhr

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