Kartoffelchips
Neben Kartoffeln, Öl und Salz sind Aromen in Chips enthalten. Bild © Pixabay

Da vergeht einem glatt der Appetit! Einige Produkte enthalten tierische Bestandteile, ohne dass wir es wissen. Wir zeigen Ihnen, um welche Lebensmittel es sich handelt und welche Alternativen es gibt.

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Frisch gepresster Orangensagt im Glas

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wo ist überall Tier drin?

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Chips

Damit diese Knabberei nach etwas schmeckt, sind oft Aromen nötig. Häufig werden sie aus Teilen von Rind, Schwein oder Geflügel gewonnen. In der Zutatenliste auf der Chipstüte müssen die genauen Bestandteile der Aromen nicht angegeben werden. Wenn Sie tierische Aromen vermeiden möchten, kaufen Sie entweder als explizit vegan gekennzeichnete Produkte oder fragen Sie beim Hersteller nach.

Gummibärchen

Gummibärchen
Durch die Gelatine sind Gummibärchen weder für Vegetarier noch für Veganer geeignet. Bild © Pixabay

Viele Sorten enthalten Gelatine, die aus dem Bindegewebe von Schweinen und Rindern gewonnen wird. Die meisten Hersteller bieten Fruchtgummi ohne tierische Inhaltsstoffe an – diese enthalten dann beispielsweise Stärke als Bindemittel. Achten Sie einfach auf den Hinweis "vegan".

Campari

Campari im Cocktail
Campari wurde früher mit einem tierischen Farbmittel rot gefärbt. Inzwischen können Sie den Likör sorgenfrei genießen. Bild © Colourbox.de

Seine rote Farbe erhielt der Likör durch den Farbstoff Karmin. Dieser wird aus Schildläusen gewonnen, ist also tierischen Ursprungs. 2006 wurde die Rezeptur geändert und die rote Farbe entsteht nun durch künstliche Farbstoffe. Das gilt allerdings nur für den deutschen Campari. In Italien ist der tierische Farbstoff durchaus noch enthalten.

Hirschhornsalz

Lebkuchen
In Lebkuchen ist Hirschhornsalz eine beliebte Zutat. Bild © Colourbox.de

Früher wurde Hirschhornsalz aus den Knochen und Klauen von Tieren gewonnen. Heute ist es möglich, dieses Backtriebmittel chemisch herzustellen. Vor allem in der Weihnachtsbäckerei ist es eine beliebte Zutat. Aufgrund des hohen Acrylamid-Gehalts wird aber vermehrt von der Verwendung abgeraten. Eine gute Alternative sind Backpulver und Weinstein-Backpulver. Sie lockern das Gebäck ebenfalls auf.

Wein und Essig

Zwei Weingläser vor der Kulisse von Herxheim
Wein wird oft mithilfe von Gelatine geklärt. Bild © picture-alliance/dpa

Um den Rebsaft zu klären, werden Gelatine oder Proteine aus der Fischblase verwendet. Immer mehr Winzer greifen inzwischen auf pflanzliche Proteine zurück, wodurch es einfacher ist, vegane Produkte zu finden. Oft steht ein entsprechender Hinweis auf der Flasche. Im Zweifelsfalle informieren Sie sich direkt beim Hersteller.

Backwaren

Selbstgemacht Brötchen
In Brötchen vom Discounter ist oft L-Cystein - und das ist tierischen Ursprungs. Bild © Colourbox.de

Grade industriell hergestellte Teigware enthält L-Cystein (E 920). Dieser Stoff hilft, den Teig geschmeidiger und lockerer zu machen. Er wird aus Schweineborsten und Vogelfedern gewonnen. Wer sicher sein möchte, dass sein Brot kein L-Cystein enthält, sollte in eine Bio-Bäckerei gehen.

Bananen

Bananen
Man glaubt es kaum, aber auch Bananen können tierische Bestandteile enthalten. Bild © Pixabay

Obwohl es sich um Obst handelt, können Bananen tierische Bestandteile enthalten. Das Pestizid Chitosan wird aus den Panzern von Garnelen gewonnen. Werden Bananen damit gespritzt, sind sie streng genommen nicht mehr vegan. Um das zu vermeiden, können Sie einfach Bio-Produkte kaufen. So umgehen Sie tierische und andere Pestizide.

Fruchtjoghurt

Joghurt
Mit ein paar Himbeeren wird Naturjoghurt zu einer gesunden Zwischenmahlzeit - ganz ohne Gelatine! Bild © picture-alliance/dpa

Klar, Joghurt enthält als Milchprodukt tierische Bestandteile. Für Vegetarier müsste aber interessant sein, dass in Fruchtjoghurt oft Gelatine als Bindemittel enthalten ist. Der Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich, denn Gelatine muss an dieser Stelle aufgezählt werden. Viele Produkte enthalten andere Bindemittel. Alternativ können Sie Fruchtjoghurt selbst herstellen.

Sendung: hr4, Britta am Vormittag , 04.12.2018, 10:05 Uhr

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