Sonnencreme
Bild © Model Foto: Colourbox.de

Wussten Sie, wie Sie Ihre Aufenthaltsdauer in der Sonne berechnen können? Und kennen Sie Ihren Hauttyp? Wir haben interessante Fakten rund um das Sonnenbad.

Vier unterschiedliche Hauttypen

  • Hauttyp I - Der keltische Typ: Rote Haare, helle Haut, Sommersprossen – Eigenschutzzeit 10 Minuten
  • Hauttyp II - Der hellhäutige Europäer: Blonde oder braune Haare, helle Augen, Sommersprossen – Eigenschutzzeit 10 bis 20 Minuten
  • Hauttyp III - Der dunkelhäutige Europäer: braune Haare und braune Augen – Eigenschutzzeit 20 bis 30 Minuten
  • Hauttyp IV - Der mediterrane Typ: dunkle Haare und braune Augen, nur 8 % der Deutschen gehören zu diesem Typ - Eigenschutzzeit 40 Minuten

Wichtig: Die Haut-Typisierung gilt nicht für Kinder! Kinder haben meist nur einen Eigenschutz von etwa 5 Minuten, deshalb sollten sie mit einer Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingeschmiert werden.

Wie lange darf man in der Sonne bleiben?

Zur Berechung der Zeit, die man mit Sonnencreme in der Sonne bleiben darf, multipliziert man die Eingenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme. Aber - siehe oben - das gilt NICHT für Kinder! Kinder haben eine geringere Eigenschutzzeit und brauchen eine Sonnencreme mit entsprechend höherem LSF von 30 oder 50. Für Erwachsene ist LSF 25 in der Regel passend.

  • Eigenschutzzeit x LSF = Zeit des Sonnenbads in Minuten - 40 %

Allerdings sollte an zur eigenen Sicherheit noch 40 % abziehen. Beispiel: Eigenschutz 10 Minuten x LSF 25 = 250 Minuten - 40 % ergibt 150 Minuten in der Sonne ohne Bedenken.

So schützen Sie sich vor Sonnenbrand

  • Eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad eincremen (Sonnenschutzmittel mit mineralischen Filtern wirken sofort)
  • Alle zwei bis drei Stunden nachcremen
  • Nicht geizen: Für das Gesicht einen gestrichenen Teelöffel Creme verwenden, drei Esslöffel für den ganzen Körper
  • Für Strandnixen und Meermänner: Wasserfeste Creme verwenden

Der LSF lässt sich nicht addieren

Lichtschutzfaktoren gibt es für jeden Hauttyp: Allerdings lassen sich diese nicht addieren. Heißt, mit LSF 10 eincremen und nach einer halben Stunde nochmal mit LSF 15 nachcremen ergibt keinesfalls LSF 25!

Sonnencreme und LSF – die Anfänge

Die erste Sonnenschutzcreme kam 1933 auf den Markt. Die Delial-Salbe war die erste Sonnencreme mit UV-Filterstoffen. Seit den 1950er Jahren gibt es Sonnenmilch, wie wir sie heute kennen. Der Strahlenphysiker Rudolf Schulze führte 1956 den Begriff Schutzfaktor des Lichtschutzmittels ein. Sechs Jahre später definierte der Schweizer Chemiker Franz Greiter den Lichtschutzfaktor.

Gemüse mit Hautschutz

Gemüsesorten mit Carotin schützen die Haut von innen: Papayas, gelbe Paprika und Karotten enthalten den Stoff, der im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Aber dabei muss man beachten: Die Ernährung ersetzt nicht den Hautschutz von außen – also dringend einen herkömmlichen Sonnenschutz benutzen.

Unterschiedlicher Sonnenschutz: Schwarze und weiße Kleidung

Bekleidete Körperstellen sind geschützt? Von wegen: ein schwarzes T-Shirt hat einen Lichtschutzfaktor von cirka 20 – ein weißes allerdings nur 10.

Flecken auf der Haut – dank Parfum

Den Lieblingsduft auftragen und ab in die Sonne? Keine gute Idee! Denn das ist zwar nicht gesundheitsschädlich, die Haut kann aber fleckig werden. Ein weiterer Grund, in der Sonne auf Parfum zu verzichten: Die Kombination aus Duft und Schweiß riecht manchmal unangenehm und kann Insekten anlocken.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 14.07.2018, 10:05 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit