Eine alte Wohnzimmer-Garnitur steht als Sperrmüll an der Straße

Wenn man mal richtig ausmisten will, sich beispielsweise neue Möbel anschafft, muss das alte Zeug weg. Was man nicht mehr verschenken kann, kommt auf dem Sperrmüll. Einiges gilt allgemein, andere Dinge werden vom jeweiligen Entsorger bestimmt.

Wenn man umzieht, schaut man, was man mit in die neue Wohnung nehmen kann und was nicht. Oft kommt das überflüssige Zeug auf den Müll. Dann bestellt man die Müllabfuhr zum Abholen des Sperrmülls. Die Bestellung geht heute in der Regel über die Internetseite des regionalen Müllentsorgers. Dort erfährt man auch, ob und wenn ja was die Entsorgung kostet.

Die Höhe der Kosten sind auch wieder von Region zu Region unterschiedlich. In Frankfurt ist für alle Bürger*innen die Abholung von bis zu 10 Kubikmetern kostenlos. Ebenso im Landkreis Fulda, wo 4-5 Kubikmeter zweimal im Jahr kostenfrei abgeholt werden. Ähnlich wird es auch im Lahn-Dill-Kreis gehandhabt. Dagegen zahlt man in Kassel 35 Euro Transportpauschale. Auch an der Bergstraße kostet der Sperrmüll: 15 Euro bzw. die Hälfte, wenn man Online registriert ist.

Was gehört in den Sperrmüll?

In den Sperrmüll gehört quasi alles, was nicht über die gängigen Mülltonnen entsorgt werden kann und keine Gebäudeelemente sind. Also Möbel, alte Koffer, Gartenmöbel, Teppiche oder Matratzen gehören in den Sperrmüll. Dagegen haben Bauschutt, alte Fließen, Badewannen, Waschbecken oder Gartenzäune nichts dort zu suchen. Solche Gegenstände müssen auf der Deponie entsorgt werden.

Ebenso gehören Reifen und Leuchtmittel aller Art nicht in den Sperrmüll. Auch Kleinteile in Säcken sind nichts für diese Art der Entsorgung. Dass Giftstoffe auch nichts im Sperrmüll zu suchen haben, sollte klar sein.

Fremdmüll problematisch

Wann man die Gegenstände raustellen darf, ist auch unterschiedlich. Am sinnvollsten ist es, die Sachen am Tag der Abfahrt an die Straße zu stellen. Dabei dürfen die Straße und mögliche Radwege nicht zugestellt werden. Mit dem Rausstellen der Gegenstände gehört der Müll den Entsorgern. Wenn jetzt jemand vorbeikommt und etwas mitnimmt, wird da in der Regel nichts gesagt.

Der umgekehrte Fall ist allerdings problematisch. Wer die Müllabfuhr bestellt, zahlt. Stellt jemand etwas dazu und die vereinbarte Müllmenge wird überschritten, trägt der Besteller die Kosten. Deshalb sollte man darauf achten, niemand etwas illegal ablegt.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 18.11.2020, 10:00 Uhr

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