Gelbe Säcke auf einem Haufen
In der Regel ist auf dem Gelben Sack abgebildet, was man reinwerfen darf. Bild © Pixabay

Das ist eine oft gestellte Frage und oft wird es falsch gemacht. Im Prinzip ist es recht einfach, aber auch doch nicht so ganz. Wir versuchen, für Aufklärung zu sorgen.

Seit 1991 gibt es den Grünen Punkt in Deutschland. Damit sind alle Verpackungen gekennzeichnet, die eingesammelt und wiederverwertet werden sollen. Dafür zahlt auch die Industrie. Prinzipiell werden diese Gegenstände im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne gesammelt und entsorgt. Doch immer wieder landen Dinge in den Behältnissen, die dort eigentlich nicht reingehören.

Offiziell gehören laut Duales System Deutschland (DSD) in den Gelben Sack:

  • Dosen aus Metall, seien es passierte Tomaten, Früchte oder Kondensmilch, aber auch Tiernahrung oder Getränke. Farbdosen, die ein Gefahrensymbol tragen, müssen zum Sondermüll.
  • Kunststofftüten, beispielsweise Einkaufstaschen und Milchtüten.
  • Kunststofffolien von Schokoriegel-Verpackungen.
  • Kunststoffbecher von Milchprodukten wie Joghurt, Quark, Sahne oder Einportionen-Kondensmilch.
  • Kunststoffflaschen, beispielsweise für Spül-und Reinigungsmittel, Shampoo, Duschgel, Öl oder Essig, Ketchup, Mayonaise, Senf, aber auch Einwegflaschen, die nicht an das Pfandsystem gekoppelt sind.
  • Getränkekartons.
  • Alufolien von Schokolade oder Kaugummis, die, Alu-Deckel von Jogurtbechern und ähnlichen Produkten.
  • Tuben für Zahnpasta, Tomatenmark, Senf u. ä.
  • Spraydosen, beispielsweise für Deo oder Haarspray, sofern kein Gefahrensymbol (beispielsweie bei Farbe) darauf abgebildet ist. Solche Dosen gehören in den Sondermüll.
  • Verpackungen aus Styropor.
  • Steingutflaschen.
  • Schachteln und Kisten aus Holz, beispielsweise Körbe für Äpfel.
  • beschichtete Papierverpackungen, beispielsweise für Butter, Tütensuppen oder Schokoküsse, aber auch Pizzaschachteln mit Grünem Punkt.
  • Deckel aus Metall von Gläsern oder Flaschen (Kronkorken).

Zur besseren Verwertung sollten alle Gegenstände leer sein, d. h. der abgelaufene Joghurtbecher gehört nicht in den Sack. Und man sollte verschiedene Stoffe voneinander trennen, also die Plastikkappe von der Senftube abschrauben oder den Alu-Deckel vom Joghurtbecher aus Kunststoff abreißen, das erleichtert das Recycling. Man sollte auch nicht verschiedene Materialien ineinanderstecken, beispielsweise den Alu-Deckel des Joghurtbechers in den Kunststoffbecher und diesen in die Ravioli-Dose.

Unterschiedliche Bestimmungen von Entsorger zu Entsorger

ABER, und das ist das große Problem: Es gibt regionale Unterschiede! So ist in einigen Kreisen beispielsweise auch die Entsorgung von Blumentöpfen oder Kunststoffgießkannen aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) über den Gelben Sack möglich. Deshalb ist es immer ratsam, noch einen Blick auf die Vorschriften des jeweils zuständigen Versorgungsbetriebes zu werfen. Prinzipiell gilt, dass nur Verpackungen in den Sack gehören, die nicht aus Glas, einfachem Papier oder Pappe bestehen.

Beispielsweise gehört der Karton der Teepackung in die Papiertonne und nicht in den Gelben Sack, obwohl ein Grüner Punkt drauf ist.

Nicht in den Gelben Sack kommen:

  • Kleidungsstücke (gibt es eigene Container für).
  • Glasflaschen.
  • Blechgeschirr.
  • alte Datenträger wie Filme, Kassetten, Disketten, CDs oder DVDs.
  • Damenstrumpfhosen.
  • Einwegrasierer, obwohl sie aus Kunststoff und Metall sind.
  • Feuerzeuge.
  • Styropor, das nicht von Verpackungen stammt.
  • Kinderspielzeug aller Art.
  • Papier/Pappe, die getrennt über die Blaue Tonne gesammelt werden.
  • Kugelschreiber.
  • Zahnbürsten.
  • Windeln und Verbandmaterial wie Pflaster oder Mullbinden.
  • Gegenstände aus Ton und Porzellan.
  • Elektrogeräte (können in der Regel bei Wertstoffhöfen abgegeben werden).
  • Klarsichthüllen.
  • Schläuche.
  • Kunststoffrohre.

In der Regel ist auch auf den Gelben Säcken abgebildet, was rein und was nicht rein darf.

Sanktionen für Fehlbefüllung

Wenn die Müllabfuhr beim Einsammeln der gelben Säcke bemerkt, dass falscher Müll eingefüllt wurde, werden diese Säcke meist mit einem Aufkleber "Falsch befüllt" versehen und liegen gelassen. Dann heißt es: neu sortieren und darauf hoffen, bei der nächsten Abfuhr keine weitere Abfuhr zu bekommen.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 26.04.2018, 06:05 Uhr

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