Tomate im Kübel
Im Kübel lassen sich Tomaten auch auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen. Bild © Imago

Wer keinen Garten hat, aber nicht auf Tomaten verzichten möchte, kann sie auch auf Balkon oder Terrasse anbauen. Dazu reicht ein größerer Blumentopf als Pflanzgefäß. Prinzipiell eignen sich viele Sorten, wenn sie ausreichend Sonne bekommen, aber vor Wind und Regen geschützt sind.

Frische Tomaten auf den Tisch, ein Wunsch von vielen, aber nicht für alle möglich. Wer keinen Garten hat, aber über einen kleinen Balkon oder eine Terrasse verfügt, kann sie in Kübeln anpflanzen.

Drainageschicht gegen Staunässe wichtig

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Tipp

Es sollten helle oder braune Pflanzgefäße verwendet werden, da sich in schwarzen der Wurzelballen zu sehr aufheizt.

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Das Pflanzgefäß sollte pro Pflanze eine Größe von 10 bis 20 Litern haben. Was ganz wichtig ist: Tomaten vertragen keine Staunässe, daher muss der Kübel einen Ablauf für überschüssiges Wasser haben. Auf den Boden bringt man eine Drainageschicht aus, beispielsweise Kies, Tonkugeln oder Splitt. Sinnvoll ist es, jetzt schon einen Stab als Stütze und Rankhilfe für die Tomate recht mittig mit einzugraben. Das erhöht die Standfestigkeit etwas.

Darüber kommt dann das Pflanzsubstrat. Da Tomaten Starkzehrer sind, brauchen sie nährstoffreiche Erde. Um sie lockerer zu machen, kann man etwas feinen Kies oder Blähton untermischen. Zur Versorgung mit Nährstoffen kann die Pflanzerde mit Kompost oder Hornspäne angereichert werden. Aber hier gilt: Viel hilft nicht viel!

Tomaten mögen keinen Wind und keinen Regen

Etwa die Hälfte des Gefäßes mit Erde auffüllen und leicht andrücken. Die Erde darf aber nicht verdichten. Dann kommt in die Mitte die Tomatenpflanze. Den Stab entsprechend ausrichten. Nun den Topf weiter bis kurz unter die ersten Blätter mit Erde auffüllen. Zum Abschluss leicht angießen, aber darauf achten, dass die Blätter möglichst nicht nass werden.

Entscheidend ist noch der Standort. Optimal wäre ein Platz, wo die Tomate viel Sonne bekommt, aber auch vor Wind und Regen geschützt ist. Tomaten sind oft sehr anfällig für Krankheiten. An einer Hauswand ist meist ein guter Standort.

Busch- und Strauchtomaten brauchen weniger Aufwand

Nach dem Pflanzen brauchen Tomaten Pflege. Sie müssen regelmäßig gedüngt werden, wenn es sehr heiß ist, brauchen sie viel Wasser und sie müssen beschnitten werden. Dabei werden die Jungtriebe aus den Blattachseln entfernt. Der Gärtner spricht hier von "ausgeizen". Wer allerdings auf Strauch- oder Buschtomaten setzt, spart sich das Ausgeizen.

Bei den Strauch- und Buschtomaten eignen sich die Sorten "Balkonstar", "Balconi Red" oder "Primabelle". Eine Alternative zu den aufrecht wachsenden Sorten sind die hängenden Tomaten in Ampeln. Hier sind sie Sorten "Tumbling Tom Red", "Gold Nugget" oder "Corbarino" zu nennen.

Da Tomaten im Prinzip nur einjährig verwendet werden, kann man je nach Platz auch einfach mal ausprobieren, welche Sorte und welche Pflanzmethode - Kübel oder Ampel - am besten zum jeweiligen Standort passen.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 14.06.2018, 06:05 Uhr

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