Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wichtige Impfungen für Erwachsene

Grippeimpfung

Als Erwachsener haben Sie wahrscheinlich in Ihrem Leben schon eine Reihe Impfungen erhalten. Doch nicht alle Impfungen schützen ein Leben lang!

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Präventivmaßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Das Ziel ist es, den Geimpften und sein Umfeld vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen - da sie die Verbreitung von Infektionskrankheiten stoppen oder zumindest verringern .

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lassen Sie sich regelmäßig impfen

Impfung
Ende des Audiobeitrags

Es gibt Menschen, die sich nicht impfen lassen können, beispielsweise aufgrund von chronischen Erkrankungen. Säuglinge sind noch zu jung und können so die eine oder andere Impfung nicht bekommen. Sie sind darauf angewiesen, dass die Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind und so ihnen Schutz vor Ansteckung bieten. Der Begriff dafür ist Herdenimmunität.

Wichtige Impfungen für Erwachsene

  • Lücken schließen: Für alle Erwachsene die nach 1970 geboren sind und nicht oder in der Kindheit nur einmal gegen Masern geimpft wurden- die Masernimpfung.
  • Polio-, Mumps- und Röteln-Nachholimpfungen benötigen vor allem Erwachsene ohne Grundimmunisierung
  • Schutz auffrischen: Impfungen gegen Tetanus und Diphterie, sowie Keuchhusten müssen alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Es gibt passende Zweifach- oder Dreifach-Impfstoffe.
  • ab dem 60. Lebensjahr: Für älteren Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die echte Grippe (Influenza) lebensbedrohlich sein. Influenzaviren verändern sich ständig und tauchen in neuen Varianten auf. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt deshalb die jährliche Grippeimpfung - am besten rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison im Oktober oder November.
  • Außerdem wichtig: Gürtelrose, Pneumokokken (Bakterien, die Lungenentzündungen auslösen können) und Hepatitis A und B.

Impfung verpasst. Was jetzt?

Verpasste Impfungen bedeuten immer, dass der Schutz gegen die entsprechende Krankheit nicht mehr oder nur noch lückenhaft vorhanden ist. Für einen vollständigen Schutz sollte man sich deshalb an das von der Ständige Impfkommission (STIKO) vorgeschlagene Impfschema halten. Versäumte Impfungen sollten so bald wie möglich nachgeholt werden. Wichtig: Vergessen Sie bei Impfterminen Ihren Impfpass nicht!

Weitere Informationen

Der Impfkalender zum Nachschauen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Wissenswertes rund um das Thema Impfen, leicht verständlich als Infografiken.
Teil des Angebots ist unter anderem der Impfkalender, der dort zum Download zur Verfügung steht. Dort können Sie ganz einfach sehen welche Impfungen für Sie noch oder wieder in Frage kommen.

Ende der weiteren Informationen

Hilfe! Ich habe meinen Impfpass verloren...

Impfbuch mit markierten Feldern Diphterie, Tetanus, Pertussis, Polio und Masern

Der Impfpass ist ein wichtiges Dokument, denn dort kann man ablesen, welche Impfungen Sie bereits erhalten haben oder noch brauchen. Haben Sie ihn einmal verloren, können Sie von Ihrem Hausarzt einen neuen bekommen. Erhaltene Impfungen müssen dann natürlich nachgetragen werden.

Das darf aber nur der Arzt, der die Impfung durchgeführt und dokumentiert hat. Nach einem Arztwechsel kann das zur Schwierigkeit werden. Dann muss Ihr neuer Arzt Impfungen aus den Unterlagen des vorigen Arztes nachvollziehen und dafür Ihre Krankenakte anfordern.

Generell gilt aber: Jede Impfung zählt. Ist nicht sicher, wie Ihr Impfstatus ist, wird mit der Immunisierung von vorne begonnen.

Die nächste Impfung

Rund 95 Prozent aller Schulanfänger sind in Deutschland gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten geimpft. Spätestens im Erwachsenenalter sollte eine Auffrischung erfolgen. Dass der ein oder andere da nicht mehr so zuverlässig daran denkt, zeigt eine Studie des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahr 2011. Ein Drittel der Menschen zwischen 30 und 39 sind nicht mehr ausreichend gegen Tetanus geimpft.

Bei älteren Menschen sieht es nicht viel besser aus. Wenn Sie Ihren Impfschutz überprüfen und vervollständigen lassen möchten, sprechen Sie Ihren Hausarzt beim nächsten Routinetermin an.

Gesetzlich Versicherte haben einen kostenfreien Anspruch auf empfohlene Schutzimpfungen. Allerdings sind Schutzimpfungen für private Auslandsreisen hiervon ausgenommen.

Lebenslange Impfung oder muss aufgefrischt werden?

Das "Gedächtnis" des Immunsystems ist ganz genau wie unser Erinnerungsvermögen: An manche Dinge muss man von Zeit zu Zeit erinnert werden.

Weitere Informationen

Was ist eigentlich ein Lebendimpfstoff?

Lebend-Impfstoffe enthalten geringe Mengen vermehrungsfähiger Krankheitserreger. Sie wurden allerdings so abgeschwächt, dass sie die entsprechende Krankheit nicht mehr auslösen können. Lebend-Impfstoffen werden zum Beispiel gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken verwendet.

Ende der weiteren Informationen

Manche Erlebnisse bleiben aber unvergesslich, weil sie mit starken Gefühlen verbunden sind. Je intensiver die Auseinandersetzung mit einem Erreger ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er vom Abwehrsystem wiedererkannt wird. So kommt es, dass vor allem Lebend-Impfstoffe das Immunsystem ähnlich stark prägen, wie eine überstandene Krankheit - das sorgt für einen längeren Schutz.

Kombinations-Impfstoffe helfen Nebenwirkungen zu minimieren

Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, dass Kombinations-Impfstoffe gegen drei, vier oder mehr Krankheiten den Körper "überfordern" könnten, ist das nicht der Fall. Im Alltag ist unser Körper viel mehr unterschiedlichen Erregern ausgesetzt, die unser Immunsystem gut bewältigen kann. Wenn es zu Nebenwirkungen kommt, treten diese durch Begleitstoffe auf, die jedoch in jeder Impfung enthalten sind.

Bei Kombinations-Impfstoffen kann die Menge an notwendigen Begleitstoffen reduziert werden. Komplett kann aber aus unterschiedlichen Gründen nicht auf sie verzichtet werden. Unser Körper baut sie aber problemlos ab und scheidet sie über den normalen Stoffwechsel wieder aus. Kombinations-Impfungen sind also eine große Erleichterung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, denn die Zahl der Spritzen lässt sich deutlich verringern.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag , 05.02.2019, 10:05 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit