Jakobskreuzkraut
Die gelben Blüten sehen schön aus, sind aber richtig gefährlich. Bild © picture-alliance/dpa

Die gelben Blüten sehen harmlos aus. Doch Jakobskreuzkraut ist giftig – nicht nur für Weidetiere, sondern auch für Kleinkinder. Hier erfahren Sie, wie Sie das Jakobskreuzkraut erkennen und wie Sie eine weitere Verbreitung verhindern können.

Gefahr für Weidetiere und Kleinkinder

Die gelben Blüten sehen harmlos aus. Doch Jakobskreuzkraut ist giftig – nicht nur für Weidetiere, sondern auch für Kleinkinder. Hier erfahren Sie, wie Sie das Jakobskreuzkraut erkennen und wie Sie eine weitere Verbreitung verhindern können. Das gelbe Kraut blüht derzeit vor allem an den Rändern von Straßen, Bächen und Flüssen. Besonders problematisch ist der Korbblütler vor allem für Jungtiere auf der Weide. Fressen sie die Pflanzen in großen Mengen, können sie daran sterben. Getrocknet im Heu reichen schon wenige Kilogramm, um ein ausgewachsenes Pferd zu töten. Besonders giftig sind die ganz jungen Pflanzen und die gelben Blüten. Verantwortlich dafür sind die darin enthaltenen Alkaloide. Sie verursachen bei den Tieren Schmerzen im Magen- und Darmbereich sowie Leberschäden. Pferde und Rinder reagieren auf das Kraut empfindlicher als Schafe und Ziegen. Ist die Pflanze ausgewachsen, erkennen die Tiere sie meist am Geruch und fressen sie nicht mehr.

Weitere Informationen

Steckbrief

Name: Das Jakobskreuzkraut wird auch Jakobsgreiskraut genannt.
Aussehen: Höhe 30 cm bis zu einem Meter, grüne, kringelige Blätter, leuchtend gelbe Blüten.
Gift: Besonders giftig sind ganz jungen Pflanzen und die Blüten. Sie enthalten Alkaloide.
Symptome: Schmerzen im Magen- und Darmbereich, außerdem Leberschäden.

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Wie verhindert man die Samenbildung?

Um die Pflanze an der Ausbreitung zu hindern muss die Samenbildung verhindern. Mehr als 100.000 Samen kann eine einzelne Pflanze ausbilden. Private und öffentliche Flächenbesitzer müssten deshalb konsequent und regelmäßig mähen und die Pflanzen rechtzeitig beseitigen.

Ist Jakobskreuzkraut für uns Menschen giftig?

Prinzipiell ist dieses Kraut auch für uns Menschen giftig. Es wirkt leberschädigend und reichert sich allmählich in der Leber an. Das passiert natürlich nicht beim Hinschauen, sondern man muss die Pflanze essen. Bei Erwachsenen ist das eher unwahrscheinlich. Wer allerdings kleine Kinder hat, die gerne mal was in den Mund nehmen, sollte schon aufpassen. Denn nicht nur in der Vase auf dem Tisch, mit dem wild gepflückten Blumenstrauß so alles drin ist. Auch auf öffentlichen Grünflächen oder Spielplätzen sollte man schauen, ob dort Jakobskreuzkraut wächst.

Jakobskreuzkraut
Besonders für Weidetiere ist das Jakobskreuzkraut giftig. Bild © picture-alliance/dpa

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen. 23.07.2018, 07:30 Uhr

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